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Alt 19.04.2009, 12:34   #21 (permalink)
bau
Uralter Gemeindehase
 
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@Sterntaler:
Danke

@Bluemchenfarbe:
  • Ich weiß nicht genau, was du mir sagen willst, aber ich freue mich, dass du so glücklich bist
  • Keine Steuerrückzahlung ist "fair"... ohne ein neues Thema zu starten finde ich z.B. die Pendlerpauschale in vielen Fällen für unfair, weil z.B. Singles häufig bewusst lange Wege in Kauf nehmen.

@Lazarus:
  • Gerechte & einfache Steuer halte ich ohne komplette Reform des Steuersystems für nicht verwirklichbar! Wer sich mehr bemüht und mehr auskennt, wird immer mehr zurückbekommen.
  • Wegen des eventuellen Minusgeschäfts für den Fiskus wäre ich auch für eine Erhöhung der Werbekostenpauschale oder eine maximale Rückzahlung in Höhe von der tatsächlich gezahlten Steuer.
Und nur um das noch klarzumachen, ich finde nur die Grundidee "Vereinfachung" gut, ansonsten halte ich die SPD für ungeeignet, eine gute Reform des Steuersystems auf die Beine zu stellen!
bau ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 19.04.2009, 12:34   #1 (permalink)
Mister Ad
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Alt 19.04.2009, 16:35   #22 (permalink)
Gemeinde-Igel
 
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lieber bau,

da bin ich doch noch einmal. die steuervereinfachung genießt hohes ansehen in gewissen kreisen. ich denke, daß sie der zielsetzung "gerechte steuer" oft genug zuwiderläuft. viele der bestimmungen, die unser steuerrecht so schwierig und unübersichtlich machen, wurden in der absicht eingeführt, die gerechte steuer zu verwirklichen. es soll jeder nur sein disponibles einkommen der steuer unterwerfen müssen.

es gibt nichts ungerechteres als das slowakische system, nach dem alle einkünfte bei jedem steuerpflichtigen mit einem linearen satz besteuert werden. wir dagegen lassen das existenzminimum unbesteuert (grundfreibetrag) und sorgen mit dem progressiven steuertarif dafür, daß starke schultern eine schwerere last tragen. das nur in groben zügen.

wenn jetzt verschiedene interessengruppen durch die geschicktere lobby einen vorteil für sich herausschlagen, der sich in einer bevorzugung bei der steuer niederschlägt, dürfen wir deshalb nicht bewährte grundsätze über bord werfen. auch nicht dann, wenn einige spd-granden am rande eines gemeinsamen kegelausflugs (so meine vorstellung von der entstehung der idee mit der postkarte) eine schnapsidee geboren haben.

O sancta simplicitas!

Lazarus
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Alt 19.04.2009, 19:15   #23 (permalink)
Uralter Gemeinde-Igel
 
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Wenn ich nicht zum Personenkreis gehören würde, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet wären, würde ich dieses Angebot sehr begrüßen und sofort annehmen. Würde sich für mich sehr lohnen! Natürlich würde ich trotzdem meine zu erwartende Steuerrückzahlung errechnen und dann entscheiden was sich mehr lohnt.
Freibeuter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.04.2009, 10:50   #24 (permalink)
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Für uns würde sich die Idee der SPD lohnen. Wir liegen deutlich unter den 300€. Unsere Idee, als wir das hörten, war: "Dann können wir endlich eine private Rentenversicherung abschließen!" - denn dafür ist bei uns kein Geld über. So gesehen entlasten wir damit den Staat schon - wenn auch erst in einigen Jahren. Denn keiner weiß, was in 30 Jahren mit der Rente ist, wie vielen Leuten der Staat dann unter die Arme greifen muss...
Eine Steuererklärung abzugeben beleibt doch jedem selber überlassen (wenn er keine weiteren Einkünfte hat). Für die einen lohnen sich die 300€ und die andern machen halt lieber eine Steuererklärung, um mehr zu bekommen...würden wir dann auch machen, wenn wir mehr bekommen würden.
Lieben Gruß
Stern
stern68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.04.2009, 10:48   #25 (permalink)
bau
Uralter Gemeindehase
 
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Zitat:
Zitat von Lazarus Beitrag anzeigen
da bin ich doch noch einmal. die steuervereinfachung genießt hohes ansehen in gewissen kreisen. ich denke, daß sie der zielsetzung "gerechte steuer" oft genug zuwiderläuft. viele der bestimmungen, die unser steuerrecht so schwierig und unübersichtlich machen, wurden in der absicht eingeführt, die gerechte steuer zu verwirklichen. es soll jeder nur sein disponibles einkommen der steuer unterwerfen müssen.
(...)
Ein guter Post!

Allerdings denke ich, dass unser Steuergesetzt schon lange von Lobby-Arbeit und Wahlkampf durchsetzt ist. Es gibt so viele Dinge im Steuergesetz, die nicht mehr mit Existenzminimum o.ä. zu tun haben, aber trotzdem mal so und mal so gewertet werden (Beispiel: Dienstwagennutzung). Andere Themen kommen gar nicht auf die Tagesordnung, z.B. Studenten, die sich während des Studiums verschulden müssen, dann aber trotzdem sofort hohe Steuern zahlen müssen, und so sehr lange brauchen, um ihre Schulden abzustottern.

An den Grundfesten (Grundfreibetrag und progressive Besteuerung) will ja keine der ernstzunehmenden Parteien rütteln, und das ist auch gut so! Aber sich in Detailfragen zu überlegen, wie Steuerschlupflöcher gestopft werden können und komplizierte Regelungen abgeschafft werden können, finde ich weiterhin richtig! Da wird es immer jemanden geben, der davon profitiert und andere, die aufschreien - trotzdem sollten wir es machen. Und das sowohl im Bereich der privaten Einkommenssteuererklärung als auch im Bereich der (vor allem klein- und mittelständischen) Unternehmen.

Jede/r wird meistens die Sachen als gerecht empfinden, die sie/ihn nicht negativ betreffen.

Ich mache meine private Steuererklärung selber mit WISO und nutze da auch die vorgeschlagenen Steuersparpotentiale wie die pauschale Kontoführungsgebühr, auch wenn ich sie unsinnig finde, aber es ist ja mit einem Klick erledigt. Ich versuche aber ansonsten nicht, jeden Cent rauszuschlagen (Dienstreisen etc.) - ich sehe das als Spende für den Staat. Und ich halte die Vielzahl von Absetzungsmöglichkeiten für unsinnig und ungerecht! Unsinnig, weil sie in vielen Fällen mißbraucht werden, und ungerecht, weil der ehrliche sie nicht erhält.


Beim Schreiben fallen mir viele Verbesserungsvorschläge ein, wie es vor allem einfacher werden könnte!
  • Z.B. Rausnehmen der Pendlerpauschale aus den Werbekosten (von mir aus könnte man sie auch ganz streichen) und moderates Kürzen der Werbekostenpauschale. Ergebnis wäre dann, dass der Normalmensch neben seinem Einkommen nur noch seine Fahrtkilometer angeben muss, weil er ohne die Pendlerpauschale die Werbekostenpauschale sowieso nicht erreicht.
  • Z.B. Rausstreichen der meisten absetzbaren Sachen... an erste Stelle die Kontoführungsgebühren für das private Konto als Arbeitnehmer!
  • ...
bau ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.04.2009, 17:17   #26 (permalink)
Uralter Gemeinde-Igel
 
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ein gerechtes Steuersystem wird es woh nie geben evt. wird es sporadisch etwas fairer....
katjuscha0412 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2009, 13:07   #27 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Lazarus Beitrag anzeigen
eine partei, die den müntefering zurückholen muß - weil alle anderen figuren verheizt oder vergrault sind - , der dann solche ideen in die welt setzt, gehört in die tonne getreten. 25 % wählerzustimmung ist noch zu viel.

Lazarus

Mein "lieber" Lazarus. Du solltest bei deiner Anti-SPD-Meinung eins nicht vergessen:

1. hat keine andere Partei in Deutschland das Problem einer auf Polemik gegründeten Konkurrenz-Partei (Linke) wie die SPD und
2. solltest du dir klar machen, dass das was momentan in der Politik gemacht wird SPD-Politik ist. Denn die Ministerien, die die aktuellen Problemfelder und somit die WICHTIGEN Probleme des Landes bearbeiten (wie Finanzen und Gesundheit), sind SPD geführte Ministerien. Das diese Politik offensichtlich anklang findet sieht man in der "ich-sonne-mich-in-dem-Ruhm"-Haltung von Frau Merkel und in ihren Umfragewerten. Denn diese Tatsache durchblicken die wenigsten. Wird doch aktuelle Tagespolitik oftmals an der Kanzler-Figur festgemacht.

Die Tatsachen sollte sich jeder mal bewusst machen bevor er irgendein Kreuz auf dem nächsten Wahlzettel setzt.




Zitat:
Zitat von Lazarus Beitrag anzeigen
hallo Dobermann,

so jemand könnte benachteiligt sein, der keine sachkenntnis hat und das angebot von € 300 ergebenst dankend annimmt und nicht mitbekommt, daß ihm bei normaler veranlagung eine erstattung von € 500 zustünde.
Und wo ist das der Nachteil? Verstehe ich irgendwie nicht. Aus meiner Sicht ist es schön wenn Leute, die zu faul sind Informationen einzuholen dann dafür "bestraft" werden. Dein Argument ist ein 0-Argument aus meiner Sicht.



Zitat:
Zitat von Lazarus Beitrag anzeigen
dadurch wird sich ergeben, daß eine gewisse sorte von steuerpflichtigen auf jeden fall eine erstattung von 300 € erhalten wirdLazarus
Vor allem wird sich draus ergeben, dass jeder sich mal aktiv selbst um seine Steuererklärung kümmert.


Zitat:
Zitat von Lazarus Beitrag anzeigen
außerdem wird die versprochene verwaltungsvereinfachung nicht eintreten. eine ersparnis bei den verwaltungskosten wird sich nicht einstellen, weil jede postkarte, mit der sich ein steuerpflichtiger von der veranlagung abmeldet und 300 € erstattet bekommen will, überprüft werden muß. jeder fall, in dem die voraussetzungen für die "erleichterung" nicht vorliegen, muß umständlich bearbeitet werden, damit der steuerpflichtige eine steuererklärung abgibt.

Lazarus
Falsch, dadurch werden sehr wohl deutlich Verwaltungskosten eingespart. Die Tatsache, dass jeder sich dann mit seiner Steuererklärung auseinandersetzt und sich die Frage stellt, reiche ich sie nun ein oder nehme ich lieber die 300€ hat genau dies zur Folge. Denn die Überprüfung eines Steuerbescheides ist Zeitaufwändiger als die Überprüfung einer solch simplen "Karte".

Im übrigen ist dieses Prinzip nicht neu. Erinnert mich ein bisschen an das Prinzip der Beitragsrückerstattung bei privaten Krankenversicherungen, bei der jeder Versicherte dazu angehalten wird sich mit seinen Rechnungen auseinander zu setzen, und letzendlich solange Rechnungen sammelt bis diese den Betrag der Rückerstattung übersteigt und sich dann nur noch das einreichen der Rechnungen lohnt. Dies bearbeiten der Rechnungen ist ein immenser Verwaltungsaufwand. Dagegen ist die Überweisung der Beitragsrückerstattung ein automatisierter Vorgang der keine Personalkosten verschlingt. Denn wo keine Rechnungen überprüft werden müssen müssen auch keine Personalkosten bezahlt werden.
IcemanLS ist offline   Mit Zitat antworten
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