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Alt 05.05.2009, 17:26   #31 (permalink)
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Leute, seid doch wieder lieb zueinander!

@ Iceman bei Hartz IV-Emfpängern wird das Kindergeld auf die Leistung angerechnet, sie bekommen es demnach nicht ausgezahlt.

Wenn ich im folgenden von Harzt IV-Empfängern spreche, meine ich diejenigen, die keinen Bock auf Arbeit haben, sich um alles drücken und damit wirklich dem Staat auf der Tasche liegen. Es gibt aber auch andere, die sich wirklich bemühen und bis jetzt leider Pech hatten.

Ein bißchen Wahrheit ist schon an Icemans Post. Viele Kinder aus Hartz IV-Familien bekommen keinen oder einen schlechten Schulabschluss (evtl. liegts an der magelnden Förderung zu Hause???) und danach nur schwer einen Job. Sie haben am Beispiel der Eltern gelernt, die sich auf die faule Haut legen und trotzdem Geld bekommen. Dazu möchte ich den O-Ton eines Taxisfahrers nennen: Warum soll ich denn mehr arbeiten, der Staat zahlt doch Kindergeld!!! (ist nur ein Beispiel)

Ein Anreiz Kinder zu bekommen ist Kindergeld bei Leibe nicht. Ich weiß jetzt nicht, was man noch dazu tuen müsste, aber sicherlich `ne ganze Menge... - aber es hilft schon ein bißchen - gerdade denjenigen, die nicht die Menge verdienen. Ich denke, dass sich auch Hartz IV-Empfänger Gedanken darüber machen, ob sie (noch) ein Kind bekommen sollen, aber wahrscheinlich nicht so, wie Nicht-Harzt IV-Empfänger machen. ("Der Staat zahlt ja"!). Ohne Kindergeld würden sich sicherlich viele Nicht-Harzt IV-Empfänger gegen ein Kind entscheiden, denn wie Blümchenfarbe schon schreibt: Kinder kosten `ne Menge Geld (von den Nerven mal abgesehen) bis sie mal ausziehen. Und damit hat Iceman doch schon ein bißchen Recht.

@ Iceman: Wenn Dir (grad) Hartz IV-Empfänger negativ aufgefallen sind, werfe sie bitte nicht mit allen in einen Sack. Es gibt Solche und Solche (so wie immer im Leben...)

Lieben Gruß
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Ungelesen 05.05.2009, 17:26   #1 (permalink)
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Alt 05.05.2009, 17:38   #32 (permalink)
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Zitat von stern68 Beitrag anzeigen
Viele Kinder aus Hartz IV-Familien bekommen keinen oder einen schlechten Schulabschluss (evtl. liegts an der magelnden Förderung zu Hause???)
Also ich weiß nicht, aus welchem Bundesland du kommst, aber bei uns ist es Gang und Gäbe, dass Kinder das Meiste zu Hause lernen. Ob allein oder mit Eltern, etc. Nachhilfe gibt es nur gegen Bares, in der Schule wird so gut wie nichts erklärt, Kinder sitzen in der 3.Klasse 3 Stunden täglich an den Hausaufgaben und zusätzlich sollen die Mütter als Lese- und Rechenmütter in die Schule, (1.+2.Klasse), mehrmals die Woche. Bei Ausflügen, Spaziergängen, etc. sind auch Eltern gefragt, denn die Lehrerin "kann doch nicht alleine mit 27 Kindern rausgehen". Da könnte man dann auch fragen: Sind die Lehrer vielleicht überbezahlt und machen ihren Job nicht?! Wie sollen Menschen, die arbeiten gehen, auch noch in der Schule aktiv sein???
Kinder, die zu Hause nicht gefördert werden, haben schon in der 2. Klasse 4 und 5 auf dem Zeugnis. Und wieviele sind das? Vielleicht 1 von 100 Kindern, wenn überhaupt.

Und andersrum: Wie viele Leute können bei den Studiengebühren noch studieren gehen? Und nach dem Studium gibt es wieder keinen Job

P.S.: Wir haben uns doch lieb , diskutieren können wir trotzdem
emei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 18:00   #33 (permalink)
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Zitat von emei Beitrag anzeigen
Also ich weiß nicht, aus welchem Bundesland du kommst, aber bei uns ist es Gang und Gäbe, dass Kinder das Meiste zu Hause lernen. Ob allein oder mit Eltern, etc. Nachhilfe gibt es nur gegen Bares, in der Schule wird so gut wie nichts erklärt, Kinder sitzen in der 3.Klasse 3 Stunden täglich an den Hausaufgaben und zusätzlich sollen die Mütter als Lese- und Rechenmütter in die Schule, (1.+2.Klasse), mehrmals die Woche. Bei Ausflügen, Spaziergängen, etc. sind auch Eltern gefragt, denn die Lehrerin "kann doch nicht alleine mit 27 Kindern rausgehen". Da könnte man dann auch fragen: Sind die Lehrer vielleicht überbezahlt und machen ihren Job nicht?! Wie sollen Menschen, die arbeiten gehen, auch noch in der Schule aktiv sein???
Kinder, die zu Hause nicht gefördert werden, haben schon in der 2. Klasse 4 und 5 auf dem Zeugnis. Und wieviele sind das? Vielleicht 1 von 100 Kindern, wenn überhaupt.
Ich glaube wir haben uns evtl. nicht richtig verstanden.
Also, ich habe von meinen Erfahrungen als Familienhelferin gesprochen. Eigentlich konnten die Eltern (wenn denn dann mal zwei im Haushalt wohnten) den Kindern nicht wirklich bei den Hausaufgaben helfen, weil sie es nicht wußten. Und da meine ich nicht irgendwann ab der Oberstufe, sondern schon in der Grundschule. Ich will damit nicht sagen, dass diese Kids dumm sind. Wahrscheinlich die meisten nicht, wenn man mit ihnen lernen würde... Fast alle Eltern hatten einen Hauptschulabschluss oder die Schule ohne Abschluss verlassen. Und wie sollen die ihren Kindern denn zu Hause helfen, wenn sie selber das 1x1 nicht richtig gelernt haben und sich in der deutschen Rechtschreibung und Grammatik son gar nicht auskennen (und manchmal noch nicht einmal wissen, wo sie es nachschlagen können, geschweige denn, dass sie passende Bücher im Haus haben...)
Die Lehrer machen ihren Job schon richtig (die meisten jedenfalls), aber sie können in großen Klassen die Schwachen oft nur mitziehen...aber das steht ja hier nicht zur Debatte.

Es gibt wohl in jeder Stadt die "heile" Welt die Du beschreibst und die Brennpunkte in denen ich gearbeitet habe. Das Blöde an den Brennpunkten ist ja, dass oft auch die Nachbar keinen Schimmer haben und auch bei schulischen Dingen nicht helfen können.
Ich habe oft meine ganze Zeit, die ich für die Familie zur Verfügung hatte damit verbracht, den Kids vor Klassenabeiten wenigstens das Nötigste zu erklären.

Lieben Gruß
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Alt 05.05.2009, 18:55   #34 (permalink)
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Zitat von stern68 Beitrag anzeigen
Ich glaube wir haben uns evtl. nicht richtig verstanden.
Also, ich habe von meinen Erfahrungen als Familienhelferin gesprochen. Eigentlich konnten die Eltern (wenn denn dann mal zwei im Haushalt wohnten) den Kindern nicht wirklich bei den Hausaufgaben helfen, weil sie es nicht wußten. Und da meine ich nicht irgendwann ab der Oberstufe, sondern schon in der Grundschule. Ich will damit nicht sagen, dass diese Kids dumm sind. Wahrscheinlich die meisten nicht, wenn man mit ihnen lernen würde... Fast alle Eltern hatten einen Hauptschulabschluss oder die Schule ohne Abschluss verlassen. Und wie sollen die ihren Kindern denn zu Hause helfen, wenn sie selber das 1x1 nicht richtig gelernt haben und sich in der deutschen Rechtschreibung und Grammatik son gar nicht auskennen (und manchmal noch nicht einmal wissen, wo sie es nachschlagen können, geschweige denn, dass sie passende Bücher im Haus haben...)
Die Lehrer machen ihren Job schon richtig (die meisten jedenfalls), aber sie können in großen Klassen die Schwachen oft nur mitziehen...aber das steht ja hier nicht zur Debatte.

Es gibt wohl in jeder Stadt die "heile" Welt die Du beschreibst und die Brennpunkte in denen ich gearbeitet habe. Das Blöde an den Brennpunkten ist ja, dass oft auch die Nachbar keinen Schimmer haben und auch bei schulischen Dingen nicht helfen können.
Ich habe oft meine ganze Zeit, die ich für die Familie zur Verfügung hatte damit verbracht, den Kids vor Klassenabeiten wenigstens das Nötigste zu erklären.

Lieben Gruß
Stern
Ahja, irgendwie habe ich dich vorher nicht richtig verstanden. Du hast Recht, wer es nicht besser weiß, der kann seinen Kindern nicht helfen. Ich allerdings kenne fast ausschließlich Familien, die nicht zu denen mit Hauptschulabschluß oder ohne Abschluß gehören. Eben normale Familien. Kommt wohl auf die Stadt bzw. Wohnviertel an
Ich sehe es aber eher bei den "reichen" Familien, die keine Geldprobleme haben, dass sie die Kinder abschieben, sie zur Nachhilfe und 10 verschiedenen "Hobbys"/Woche anmelden und sich gar nicht weiter kümmern. Hausaufgaben werden von anderen mit ihren Kindern erledigt, ebenso wie sonst Alles
emei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2009, 20:04   #35 (permalink)
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Zitat von stern68 Beitrag anzeigen
Leute, seid doch wieder lieb zueinander!

@ Iceman bei Hartz IV-Emfpängern wird das Kindergeld auf die Leistung angerechnet, sie bekommen es demnach nicht ausgezahlt.
Absolut richtig! Offensichtlich jemand der Ahnung hat. Komisch, dass von denjenigen, die meine Meinung als "disqualifiziert" hingestellt haben nicht darüber gestolpert sind. Naja, wie ergiebig eine Diskussion über Kindergeld mit diesen Personen, die darüber nicht gestolpert sind, Sinn macht werde ich mal nicht beurteilen...


Zitat:
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Wenn ich im folgenden von Harzt IV-Empfängern spreche, meine ich diejenigen, die keinen Bock auf Arbeit haben, sich um alles drücken und damit wirklich dem Staat auf der Tasche liegen. Es gibt aber auch andere, die sich wirklich bemühen und bis jetzt leider Pech hatten.
Stichwort: "HartzIV-Familien". Ich habe ein zweites Mal darauf hingewiesen. Aber alle die dann auf mich losgegangen sind haben entweder eine Leseschwäche oder wollten in ihrem Übereifer mir nur unbedingt eins reinwürgen. Meine Meinung geht ja nun auch wirklich überhaupt nicht!

Wie auch immer: in diesen wenigen Postings haben sich mehr für eine Diskussion disqualifiziert (um mal das Wort wieder auf zu greifen) als es vielen bewußt ist. Gut, sei es drum. Wer so einfach in Fallen tappt....


Zitat:
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Ein bißchen Wahrheit ist schon an Icemans Post. Viele Kinder aus Hartz IV-Familien bekommen keinen oder einen schlechten Schulabschluss (evtl. liegts an der magelnden Förderung zu Hause???) und danach nur schwer einen Job. Sie haben am Beispiel der Eltern gelernt, die sich auf die faule Haut legen und trotzdem Geld bekommen. Dazu möchte ich den O-Ton eines Taxisfahrers nennen: Warum soll ich denn mehr arbeiten, der Staat zahlt doch Kindergeld!!! (ist nur ein Beispiel)
Muss nicht weiter kommentiert werden außer: Zustimmung.


Zitat:
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Ein Anreiz Kinder zu bekommen ist Kindergeld bei Leibe nicht. Ich weiß jetzt nicht, was man noch dazu tuen müsste, aber sicherlich `ne ganze Menge... - aber es hilft schon ein bißchen - gerdade denjenigen, die nicht die Menge verdienen. Ich denke, dass sich auch Hartz IV-Empfänger Gedanken darüber machen, ob sie (noch) ein Kind bekommen sollen, aber wahrscheinlich nicht so, wie Nicht-Harzt IV-Empfänger machen. ("Der Staat zahlt ja"!). Ohne Kindergeld würden sich sicherlich viele Nicht-Harzt IV-Empfänger gegen ein Kind entscheiden, denn wie Blümchenfarbe schon schreibt: Kinder kosten `ne Menge Geld (von den Nerven mal abgesehen) bis sie mal ausziehen. Und damit hat Iceman doch schon ein bißchen Recht.
Deswegen auch das Kindergeld einstampfen und deutliche Steuersenkungen für Eltern. Ich als "kinderloser" werde seitens der Sozialversicherung schließlich auch dazu verdammt mehr einzuzahlen als Personen mit Kindern.

Preisfrage: Warum hat eigentlich so gut wie jeder Penner einen Hund???


Zitat:
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@ Iceman: Wenn Dir (grad) Hartz IV-Empfänger negativ aufgefallen sind, werfe sie bitte nicht mit allen in einen Sack. Es gibt Solche und Solche (so wie immer im Leben...)

Lieben Gruß
Stern
Ich verweise hier zum dritten Mal nochmal auf die Defintion "HartzIV-Familien". Ich habe nicht alle HartzIV-Empfänger in einen Topf geschmissen. Ich habe es sogar deutlich gesagt.

[Beleidigungen editiert]

Geändert von Sterntaler (06.05.2009 um 15:50 Uhr).
IcemanLS ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 08:23   #36 (permalink)
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Zitat:
bei Hartz IV-Emfpängern wird das Kindergeld auf die Leistung angerechnet, sie bekommen es demnach nicht ausgezahlt.
Das sind Punkte für eine Diskussion und eine Erklärung warum das Kindergeld "Schrott" sein kann.
Habe ich das recht in Erinnerung, dass einmal ausgerechnet wurde, die Erziehung eines Kindes kann gut 180.000 Euro kosten?
Das Kindergeld ist dabei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber mit vielen anderen Tropfen eine gute Sache.

Fakt ist doch, das der besondere Schutz der Familie in Deutschland mehr auf dem Papier steht, als dass er Anwendung findet.
Was wäre denn nun ein angemessenes Kindergeld?

Gruß Mike
Mike ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 09:19   #37 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Mike Beitrag anzeigen
Das sind Punkte für eine Diskussion und eine Erklärung warum das Kindergeld "Schrott" sein kann.
Habe ich das recht in Erinnerung, dass einmal ausgerechnet wurde, die Erziehung eines Kindes kann gut 180.000 Euro kosten?
Das Kindergeld ist dabei nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber mit vielen anderen Tropfen eine gute Sache.

Fakt ist doch, das der besondere Schutz der Familie in Deutschland mehr auf dem Papier steht, als dass er Anwendung findet.
Was wäre denn nun ein angemessenes Kindergeld?

Gruß Mike

Ich glaube mit dem Betrag kommt man schon ungefähr hin. Aber bis zu welchem Alter ist dieser denn gemeint? Findet das Kind keinen Ausbildungsplatz und wohnt bis zum 25. Lebensjahr bei den Eltern, dann kommt noch mehr dazu. Oder das Kind studiert - dann wirds auch noch mehr.

Ich finde nicht, dass man das Kindergeld abschaffen sollte. In vielen Familien arbeitet einer auf Steuerklasse III und hat eh kaum Lohnsteuerabzüge (das meiste geht für die Renten- und Krankenversicherung drauf). Wenn die dann eine Steuerleichterung statt Kindergeld hätten, müssten viele Unterstützung vom Amt beantragen.
Im Moment geht das Kindergeld - jedenfalls in unserer Stadt - meistens komplett für den Kindergartenbeitrag drauf. Für alles anderere zahlen die Eltern dann drauf.

Ja, ja, der besondere Schutz der Familie ... in Deutschland steht der wirklich nur auf dem Papier... Bei den ganzen Maßnahemn, die so entwickelt werden, werden eigentlich nur Löcher gestopft und nicht bei "A" angefangen.
Was wäre ein angemessenes Kindergeld...? Vielleicht sollte man damit anfangen, dass Gutverdiene kein Kindergeld mehr bekommen (bitte jetzt nicht hauen). Für diese ist es oft ein Zubrot, sie brauchen es nicht wirklich. Das eingesparte Geld könnte dann den anderen dazu gegeben werden. Weitehin bin ich der Meinung, dass der Kindergarten und die nachmittägliche Betreuung kostenlos angeboten werden und das Kindergeld mindestens auf das dopelte aufgestockt werden müsste.
Vielleicht können wir mal gemiensam überlegen, wieviel ein Kind bis es auszieht monatlich kostet (aber ohne Extras). Ich meine damit Lebensmittel, Strom/Wasser, Kleidung/Schuhe, Kindergarten, Betreuung, Stifte/Hefte/Bücher/etc, Klassenfahrten, Taschengeld, etc. (habe bestimmt noch einiges vergessen).

Lieben Gruß
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stern68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2009, 10:11   #38 (permalink)
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Vielleicht sollte man damit anfangen, dass Gutverdiene kein Kindergeld mehr bekommen (bitte jetzt nicht hauen). Für diese ist es oft ein Zubrot, sie brauchen es nicht wirklich. Das eingesparte Geld könnte dann den anderen dazu gegeben werden.
Ehemalige Bekannte von mir hatten vor einigen Jahren genau den gleichen Gedanken. Beide gehen arbeiten, er verdient super gut, sie geht eigentlich nur aus Liebe zu ihrem Job arbeiten. Sie haben ein großes Haus, 4 Autos, ein Ferienhaus in Gran Canaria, etc. Also schrieben sie die Kindergeldkasse an und teilten dieser mit, dass sie auf das Kindergeld für ihre beiden Kinder verzichten möchten. Die Sachbearbeiterin war damit völlig überfordert, schien sie einen solchen 'wir-möchten-kein-Kindergeld-Antrag' noch nie auf ihrem Schreibtisch gehabt zu haben. Somit erteilte sie einen Ablehnungsbescheid zur Ablehnung der Kindergeldzahlung. Meine Bekannten legten Widerspruch gegen diesen Bescheid ein mit der Begründung, dass sie der Meinung sind, andere Kinder bzw. Familien könnten das Geld viel mehr gebrauchen. Doch auch mit ihrem Widerspruch hatten sie keinen Erfolg, denn....'Kindergeld wird nunmal aus Steuergeldern gezahlt, und aufgrund dessen ist ein Verzicht nicht möglich', so die Kindergeldkasse. Sie könnten das Geld ja an Bedürftige spenden, jedoch müssten sie sich damit abfinden, dass eine regelmäßige Gutschrift auf ihrem Konto weiterhin stattfindet.

LG
flottemaus
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Alt 06.05.2009, 10:36   #39 (permalink)
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hallo flottemaus,

die idee deiner freunde, kein kindergeld mehr zu empfangen, mußte so behandelt werden. es gibt nämlich einen verfassungsrechtlich abgesicherten grundsatz, der zu beachten ist: die gleichmäßigkeit der besteuerung. nachdem es sich beim kindergeld um eine auszahlung von einkommensteuer handelt, ist dieser grundsatz auch auf das kindergeld anzuwenden.

es ist gut, daß das amt so entschieden hat. nämlich dann, wenn einem steuerpflichtigen gestattet wird, freiwillig eine höhere steuer zu bezahlen, bzw. eine steuererstattung nicht anzunehmen, gibt es auch keine garantie dagegen, daß der fiskus, wenn es ihm einmal in den kram paßt, in die gegenrichtung fährt und mehr als die gesetzliche steuer einzieht. dies muß doch verhindert werden.

einen guten rat hätte ich für deine freunde, mit dem sie an ihr ziel gelangen könnten. sie sollen in der steuererklärung einfach die kinder nicht mehr angeben. dann wird bei der veranlagung kein kinderfreibetrag zuerkannt, und das über das jahr erhaltene kindergeld muß zurückgezahlt werden.

Lazarus
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Alt 06.05.2009, 13:32   #40 (permalink)
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Zitat von stern68 Beitrag anzeigen
Ich glaube mit dem Betrag kommt man schon ungefähr hin. Aber bis zu welchem Alter ist dieser denn gemeint? Findet das Kind keinen Ausbildungsplatz und wohnt bis zum 25. Lebensjahr bei den Eltern, dann kommt noch mehr dazu. Oder das Kind studiert - dann wirds auch noch mehr.
Es gibt auch Studenten, die wohnen noch mit 30 zu Hause bzw. WIEDER zu Hause. Das ist übrigens der allgemeine Trend. Immer mehr gehen ins Elternhaus zurück.


Zitat:
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Ich finde nicht, dass man das Kindergeld abschaffen sollte. In vielen Familien arbeitet einer auf Steuerklasse III und hat eh kaum Lohnsteuerabzüge (das meiste geht für die Renten- und Krankenversicherung drauf). Wenn die dann eine Steuerleichterung statt Kindergeld hätten, müssten viele Unterstützung vom Amt beantragen.
Nein, warum? Nochmal: ich als kinderloser muss einen erhöhten Krankenkassenbeitrag zahlen. Wenn man von Steuervergünstigungen spricht dann redet man nicht nur von der Einkommenssteuer. Gesetzlich krankenversicherte Eltern könnte man hier entsprechend begünstigen. Wobei mir ehrlich gesagt in dem Fall einen niedrigerer Rentenversicherungsbeitrag sinnvoller erscheint. Aber das ist ein anderes Thema.


Zitat:
Zitat von stern68 Beitrag anzeigen
Im Moment geht das Kindergeld - jedenfalls in unserer Stadt - meistens komplett für den Kindergartenbeitrag drauf. Für alles anderere zahlen die Eltern dann drauf.
Hier hätte ich auch noch eine Eingriffsmöglichkeit. HartzIVler sollte man bei der Kindergartenplatzvergabe ganz einfach benachteiligen und Erwerbstätige Eltern bevorzugen. Ich kann es in keinster Weise nachvollziehen, warum HartzIVler den gleichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz haben wie alle anderen auch. Diese gehen keiner Beschäftigung nach. Also können sie sich verdammt nochmal wenigstens um die Erziehung ihrer Kinder kümmern. Das diese, die sich sowieso den ganzen Tag den Hintern breit sitzen, die Möglichkeit haben ihre Kinder in den Kindergarten zu schicken, ist für mich nicht nachvollziehbar.


Zitat:
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Weitehin bin ich der Meinung, dass der Kindergarten und die nachmittägliche Betreuung kostenlos angeboten werden und das Kindergeld mindestens auf das dopelte aufgestockt werden müsste.
Sehe ich nicht so. Meine Eltern haben für mich und meinen Bruder zusammen nichtmal soviel Kindergeld bekommen wie Eltern HEUTE für ein einziges Kind kriegen. Und sie haben es auch geschafft, obwohl nur mein Vater arbeitete und noch arbeitet.



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Zitat von stern68 Beitrag anzeigen
Vielleicht können wir mal gemiensam überlegen, wieviel ein Kind bis es auszieht monatlich kostet (aber ohne Extras). Ich meine damit Lebensmittel, Strom/Wasser, Kleidung/Schuhe, Kindergarten, Betreuung, Stifte/Hefte/Bücher/etc, Klassenfahrten, Taschengeld, etc. (habe bestimmt noch einiges vergessen).
Bis zum 18. Lebensjahr kostet ein Kind soviel wie der Bau eines Einfamilienhauses
IcemanLS ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 06.05.2009, 13:32   #1 (permalink)
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