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Alt 23.01.2008, 23:54   #1 (permalink)
Gemeindehase
 
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... seitdem das Dosenpfand existiert?

Außer, dass man die klebrig-stinkenden Dinger zum Händler zurückkarren muss, wo dann angewidert eine Kassiererin die Dosen mühsam abzählen und in die Säcke werfen muss, wo der Endverbraucher es vorher selbst reinverfrachtet hat?

Der Wiederverwertungskreislauf dürfte doch derselbe sein, übrig bleiben Mühen, Kosten und Umweltschäden durch die absolut unnötige Hin-und-her-chauffiererei, oder sehe ich das falsch?
Hexentanz ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 23.01.2008, 23:54   #1 (permalink)
Mister Ad
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Alt 24.01.2008, 00:23   #2 (permalink)
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Da melde ich mich doch gern noch zu später Stunde, bevor ich in die Falle gehe.

Ich bin auf der glücklichen Seite Spaniens:

-kein Dosen-oder Flaschenpfand
-keine Mülltrennung, welcher sowieso auf einem Berg landet
-keine 10 Euro Praxisgebühr (sprich:gar keine Praxisgebühr)
-keine GEZ
-sehr geringe Lohnabzüge für Papa Staat, im Gegensatz zu Deutschland.


...aber schön, dass wir darüber gesprochen haben.


Ich weiss, ich werde meinem Nicknamen gerade sehr gerecht, darum habe ich ihn mir ja ausgesucht!
Aber ich bin froh, dass ich mich mit gewissen Dingen eben nicht rumärgern muss.

Guats Nächtle & Buenas noches

devil2007
schotte_30972 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2008, 00:37   #3 (permalink)
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Oops, da muss ich mich doch schnell dem Statement von Devil anschließen. Ich wohne zwar nicht in Spanien, sondern in Paraguay, aber diesen ganzen Schwachsinn brauchen wir uns auch nicht antun

Crille
Crille ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2008, 01:10   #4 (permalink)
Uralter Gemeindehase
 
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ich finde das Dosenpfand überhaupt nicht ärgerlich und halte es nach wie vor für eine gute Idee

was sich geändert hat (in meiner subjektiven Sichtweise):

- hab schon lange keine Dosen mehr irgendwo rumliegen sehen und wenn doch,
bringen sie dem einen oder andern noch ein kleines Taschengeld
- kaufe selber gar keine Getränke mehr in Dosen
- es werden auch weniger Dosen im Handel angeboten

@Hexentant

fährst du erst immer die Dosen weg und holst dann einen Tag später Nachschub oder wo entsteht "die absolut unnötige Hin-und-her-chauffiererei" die Lieferanten müssten ja sowieso meist leer ins Lager zurück fahren


@Devil
Zitat:
Ich weiss, ich werde meinem Nicknamen gerade sehr gerecht, darum habe ich ihn mir ja ausgesucht!
Aber ich bin froh, dass ich mich mit gewissen Dingen eben nicht rumärgern muss.
nicht nur "gerade"
problemstaat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.01.2008, 15:59   #5 (permalink)
Uralter Gemeindehase
 
Benutzerbild von problemstaat
 
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Zitat:
Warum kommt die Pfandpflicht jetzt?
Die 1991 geschaffene und 1998 novellierte Verpackungsverordnung schreibt eine Pfandpflicht vor, wenn der Mehrweganteil unter 72 Prozent fällt. Das war erstmals 1997 der Fall und auch in den Folgejahren. Dies bedeutet nach geltendem Recht, dass sechs Monate nach erneuter Veröffentlichung der Daten eine Pfandpflicht in Kraft treten muss. Die Bundesregierung hat die Zahlen über die Mehrwegquote im Juli 2002 bekannt gemacht.

Warum werden Dosen nicht einfach verboten?
Ein Verbot für Dosen und andere Einweg-Verpackungen ist nach europäischem Recht ausgeschlossen, weil ein Verbot in den freien Binnenmarkt eingreifen würde. Mit dem Pfand hat sich die Bundesregierung für ein europarechtlich akzeptables, ein wirtschaftsverträgliches und verbraucherfreundliches Instrument entschieden.

Was bringt das Pfand der Umwelt?
Der Anteil von Einweg-Getränkeverpackungen ist in den letzten Jahren ständig gestiegen. So hat sich der Marktanteil von Dosenbier in den letzten zehn Jahren verdoppelt (auf 24 Prozent). Gegenüber den Mehrweg-Alternativen verursachen Einweg-Verpackungen deutlich mehr Abfall, verbrauchen bei der Herstellung und dem Konsum mehr Energie und tragen stärker zum Treibhauseffekt bei.

Das Pfand soll diesen ökologisch nachteiligen Auswirkungen entgegenwirken und das Mehrwegsystem stärken, das ökologisch vorteilhafter ist. Das Pfand führt aber auch zu einer sortenreinen Sammlung und damit besseren Verwertung wertvoller Rohstoffe. Und schließlich ist die Pfandpflicht ein wichtiger Schritt zur Abkehr von „Ex und Hopp“: Die Vermüllung von Landschaft, Straßen und Plätzen wird gestoppt.

Ist Mehrweg wirklich umweltfreundlicher?
Mehrwegflaschen, egal ob aus Glas oder Kunststoff, haben gegenüber
Getränkedosen und Einweg-Flaschen deutliche Umwelt-Vorteile, und das, obwohl Einweg-Verpackungen in den vergangenen Jahren umweltverträglicher geworden sind (Mehrweg-Flaschen können zum Beispiel bis zu 40 mal nachgefüllt werden). Das sind die Ergebnisse auch der zweiten Studie des Umweltbundesamts (UBA) zur Ökobilanz von Getränkeverpackungen.

Entstehen durch die Pfandpflicht Arbeitsplätze oder gehen welche verloren?
In den letzten Jahren ist eine Verdrängung von Mehrweg-Systemen zu beobachten, dadurch sind vor allem bei mittelständischen Unternehmen des Handels und der getränkeabfüllenden Industrie rund 250.000 Arbeitsplätze gefährdet. Die Pfandpflicht leistet auch einen Beitrag zum Erhalt dieser Arbeitsplätze, weil sie die Mehrweg-Systeme stabilisieren wird. Zusätzlich schafft das Pfand Arbeitsplätze bei den Herstellern von Rücknahmeautomaten und bei Logistik-Unternehmen. In der Verpackungsverwertung bleiben die Arbeitsplätze erhalten.

Wer begrüßt das Pfandsystem, wer ist dagegen?
Mittelständische Brauereien, die Mineralbrunnen, der Getränkefachgroßhandel
und –einzelhandel sind für die Pfandpflicht, weil sie zum großen Teil in den letzten Jahren in Mehrwegsysteme investiert haben. Die Pfandpflicht beseitigt nun einen wesentlichen Wettbewerbsnachteil für Mehrweg. Auch andere Umwelt- und Verbraucherverbände begrüßen das Pfand. Gegen die Pfandpflicht sind hauptsächlich Produzenten, die in Einweg-Getränkeverpackungen abfüllen sowie Discounter und große Supermärkte, die diese verkaufen – und deren Interessenverbände.
Quelle http://www.nabu.de/m07/m07_02/00885.html
problemstaat ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.01.2008, 18:27   #6 (permalink)
Uralter Gemeindehase
 
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Ich hab hier schon seit Monaten eine Dose Red Bull rumfahren, weil die Discounter diese nicht annehmen, zumindest "netto".

Bei uns wird der Müll auch getrennt, wird aber zum großteil eh wieder vermischt.
sascharene ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 28.01.2008, 18:27   #1 (permalink)
Mister Ad.
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