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Alt 24.06.2016, 10:47   #1 (permalink)
Uralter Gemeinde-Igel
 
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Nach dem zweiten Weltkrieg hatte man Lehren daraus gezogen: nie wieder Krieg! Deshalb hat man versucht, eine Gemeinschaft aufzubauen wider Egoismus, Nationalismus und dem ständigen Gegeneinander angefangen von Abwertungen bis hin zu eben Krieg.
Dass Großbritannien jetzt aus der EU austritt akzeptiere ich aus demokratischer Sicht absolut und im Hinblick auf die Möglichkeit der freien Meinungsäusserung in der demokratischen Welt kann ich nur dazu sagen:

zur Kenntnis genommen und für absolut armselig befunden!

Jetzt, in der Phase, in der es der EU wirtschaftlich nicht gut geht, einfach einen Abgang zu machen, das ist jämmerlich! Da kann sich ja jeder aus dem Staub machen. Ich hoffe nun um so mehr, dass die nun verbleibende EU die Griechenland-Spanien-Portugal-Krise irgendwann mal überwinden kann und dann aufblüht und England daneben trotz USA als Partner langsam verblasst. God save the EU !
xiong ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 24.06.2016, 10:47   #1 (permalink)
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Alt 24.06.2016, 19:04   #2 (permalink)
Alter Gemeinde-Igel
 
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Die Briten halt. Brauchen jede Menge EU-Subventionen und gerade die Regionen, die hauptsächlich davon leben, stimmen für den EU-Austritt. Die britische Wirtschaft ist nicht besonders toll, hauptsächlich Dienstleistungssektor und wenn man mal aus der Greater London Area weggeht sinkt das Bruttoinlandsprodukt mal eben um 1/3. Die Briten werden mit ihrem tollen Brexit massive Probleme bekommen, der Wechselkurs des GBP befindet sich ja jetzt schon im Sturzflug, wenn man den US-Dollar als Referenz nimmt, hat das Britische Pfund über 8% verloren, der Euro über 2%. Toll auch, dass die britischen Politiker, die für den Brexit waren, schon mal mit dem Zurückrudern anfangen, plötzlich heißt es, dass die Aussage, das Geld, was sonst für die EU ausgegeben wurde, würde nach einem Brexit dem Gesundheitssystem zugute kommen, wäre eine Fehlinformation gewesen.
Mal schauen, ob die Schotten und Nordiren sich wirklich von England trennen und in der EU bleiben, wie sie es zum Teil angekündigt haben. Wäre irgendwie schon lustig, wenn aus dem Brexit ein vereintes Irland hervorgehen würde. Und mal sehen, was mit Gibraltar passiert, die können eigentlich nicht ohne die offene Grenze nach Spanien, weil halt viele, die in Gibraltar arbeiten, in Spanien leben.
Alien011 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.06.2016, 11:06   #3 (permalink)
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Es haben nur knapp über die Häfte für den Brexit gestimmt und wenn Ihr die Kapagne verfolgt hättet.. da wurde gelogen, was das Zeug hält. Für normale Menschen, die politisch nicht so furchtbar interessiert sind oder das alles nicht verstehen, war es schwer, sich für eine Seite zu entscheiden.
Und es gab viele Protestwähler, die einfach nur wollten, dass die Regierung mal "wachgerüttelt" wird. Dass am Ende Out gewinnt, daran hat Niemand geglaubt.
Meine Eindruck war auch: Die haben gedacht, wenn wir "out" stimmen, sind unsere Grenzen sicher und wir müssen der EU nichts mehr zahlen und uns nicht an deren Regeln halten.
Das daran noch sehr, sehr viel mehr hängt, haben sie scheinbar nicht bedacht oder einfach nicht begriffen.
NicSG ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2016, 22:07   #4 (permalink)
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die Frage ist, ob sich etwas für die Briten verschlechtert. Vielleicht sparen sie sich wirklich die ganzen Zahlungen sowie weitere Verpflichtungen ohne dabei große Nachteile zu erleiden.
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Alt 02.07.2016, 09:49   #5 (permalink)
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zumindest den Brexit-Anführern scheint der Brexit dann doch nicht so gut zu bekommen wie sie es sich vermutlich vorgestellt haben: die propagierten 350 Mio. Pfund pro Woche, die eingespart werden würden, waren anscheinend übertrieben, weshalb jetzt Erklärungsnot herrscht und Boris Johnson wurde statt zum Top-Kandidaten seiner Partei kurzer Hand vom Parteikollegen Michael Gove ausgebootet.
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Alt 02.07.2016, 11:28   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von xiong Beitrag anzeigen
zumindest den Brexit-Anführern scheint der Brexit dann doch nicht so gut zu bekommen wie sie es sich vermutlich vorgestellt haben: die propagierten 350 Mio. Pfund pro Woche, die eingespart werden würden, waren anscheinend übertrieben, weshalb jetzt Erklärungsnot herrscht und Boris Johnson wurde statt zum Top-Kandidaten seiner Partei kurzer Hand vom Parteikollegen Michael Gove ausgebootet.
Die 350 Millionen pro Woche war ein extrem hochgerechneter theoretischer Wert, kein real existierendes Geld. Da wurden dann zum Beispiel auch theoretische Einnahmen, die durch Gesetze der EU nicht möglich waren, mit eingerechnet. Übrigens haben die britischen Politiker schon Steuererhöhungen angekündigt, mehrere US-Banken mit Sitz in London denken darüber nach, Arbeitsplätze massiv ins EU-Ausland zu verlegen (Republik Irland und Niederlande zum Beispiel), Vodafone will wohl sein Hauptquartier nach Brüssel verlegen, um weiterhin am freien Verkehr von Waren und Kapital teilnehmen zu können und so weiter. Die Briten haben theoretisch nur 78,80 Euro pro Einwohner pro Jahr an die EU gezahlt, das ist der zweitgeringste Betrag bei den Geberländern, nur Italien zahlt mit 73,50 Euro pro Einwohner noch weniger. In Prozent am BIP haben die Briten sogar am Wenigsten von allen Geberländern bezahlt, nur 0,23%.
http://www.bpb.de/wissen/P16RQL,0,0,...er_der_EU.html
Wenn die Banken sich aus Großbritannien verabschieden, hat das Land ein Problem. Und das hat schon angefangen. Ich gehe davon aus, dass das sich noch massiv fortsetzen wird, wenn Schottland wirklich als unabhängiges Land EU-Mitglied wird. Edinburgh hat die gleichen Bankengesetze wie in London + als Bonus Zugang zum freien EU-Markt = Bye Bye London.
Alien011 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.07.2016, 15:29   #7 (permalink)
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Und noch ein hübscher kleiner Witz: Das, was sich viele Briten wünschen, nämlich eine Art bevorzugte Partnerschaft mit der EU nach Vorbild Finnlands ist für die Briten eigentlich sogar schlechter als die Vollmitgliedschaft in der EU. Finnland zahlt 80% eines Vollbeitrags für ein Mitglied, das wären für die Briten anstelle von 5 Milliarden Euro jährlich 4 Milliarden Euro, muss EU-Gesetze und Vorgaben erfüllen (also genau das, was die Briten nicht wollten) und hat im Gegensatz zu einem Vollmitglied keinerlei Mitspracherecht beim Erstellen und Beschließen dieser Gesetze. Außerdem ist der Finanzmarkt, den die Briten umbedingt brauchen, von der Freizügigkeit explizit ausgenommen, schließlich muss die EU ja ihre Wirtschaft schützen und einen Kapitalabfluss in eine mögliche Steueroase verhindern.
Alien011 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2016, 12:15   #8 (permalink)
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seltsam, Nigel Farage ist ebenfalls weg vom Fenster: Rücktritt
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Alt 05.07.2016, 01:22   #9 (permalink)
Gemeinde-Igel
 
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ich lese zur zeit alles, was ich über Brexit und die folgen erreichen kann. es ist ein jammer, daß mich 51 % britischer dummköpfe von meinen 49 % britischen europafreunden trennen wollen. seit Thatcher sind die briten in einer vorzugsposition, was ich an ihnen für den tod nicht ausstehen kann. aber das land wird uns europäern fehlen, weil europa ohne großbritannien einfach unvollständig ist.

das britische parlament hätte es in der hand: das referendum hat nämlich für das parlament keine bindewirkung. aber es besteht aus parlamentariern, die nicht wissen, wie sich eine weigerung des parlaments, den Brexit zu exekutieren, bei den nächsten wahlen zum unterhaus auswirken würde. so nimmt die sache also ihren lauf.

das fängt aber garnicht gut an, denn die Brexit-freunde spielen mit dem gedanken, die einreichung des kündigungsschreibens noch über monate hinauszuzögern. jeden tag des wartens würden wir daran erinnert, daß diese unsicherheit die existenz des geeinigten Europas gefährdet. wenn Europa die Brexit-freunde zuvorkommend zum ausgang geleiten würde, damit die trennung schnell und zügig kommt, wäre es für uns besser. man könnte sich sofort mit Europas verbesserung befassen.

wenn jetzt lange auf das kündigungsschreiben gewartet wird, nach dessen eingang sich jahrelange verhandlungen anschließen, wäre dies schlecht für Europa, weil unsichere kantonisten unter den 27 restmitgliedern sich zur erfindung von forderungen an die gemeinschaft veranlaßt sehen könnten.

deshalb die klare frage nach UK, ob das unterhaus bereit ist, das ergebnis des referendums für nicht maßgeblich zu erklären. dann könnten wir mit 28 weitermachen und die mängel an europa beseitigen, die die wähler in ihrer mehrheit zu einer absage an Europa veranlaßt haben.

wenn das unterhaus zu dieser erklärung nicht bereit ist, sollte Europa zu UK sagen: da ihr vom Brexit-unfug nicht lassen wollt, erklärt euch Europa den ausschluß. wir haben ja von eurem abstimmungsergebnis in der zeitung gelesen. euer herr Cameron war ja auch bei uns in Brüssel und hat uns die ganze sache verklickert. da brauchen wir eure kündigung nicht mehr. ihr bekommt noch 14 tage frist, in der ihr euren spind leeren könnt. daß noch nichts verhandelt ist, so wie ihr euch das vorstellt, macht auch nichts, denn wir werden euch ab dem tag 15 als drittland behandeln.

Europa muß klare kante zeigen. sonst wird demnächst vielleicht noch kamerad schnürschuh den austritt begehren. am beispiel UK muß - sichtbar für alle welt - exerziert werden, was mit einem land geschieht, das uns böswillig die europäische einigung in gefahr bringt.
Lazarus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2018, 15:40   #10 (permalink)
Gemeinde-Häschen
 
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was ist denn jetzt eigentlich mit einem neuen Votum? Das stand irgendwie lange Zeit als Möglichkeit in Aussicht und würde es auch begrüßen heißen, wenn es nochmal eine Abstimmung geben würde - schließlich haben sich auch die Spielregeln geändert - und wie es aussieht, würde Großbritannien so oder so schlecht davon kommen...
urubu ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 17.02.2018, 15:40   #1 (permalink)
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