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Alt 31.05.2016, 00:55   #1 (permalink)
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Was haltet ihr denn von den Hilfen für die Milchbauern?
Auch wenn das jetzt vielleicht unpopulär ist, aber ich bin dagegen. Wir sind zwar eine soziale Marktwirtschaft, aber immer noch eine Marktwirtschaft. Und wenn jetzt ein Sektor massiv überproduziert (und das schon seit Jahren) und dann die Preise so fallen, dass nicht jeder von diesen Überproduzenten davon leben kann, dann müssen halt einige davon aufgeben und nicht mit staatlichen Sanktionen weiterhin komplett am Markt und am Bedarf vorbeiproduzieren. In jedem anderen Wirtschaftszweig wäre das auch so, nur bei den Bauern nicht. Da heißt es dann "Oh, der böse Aldi, der zahlt nur noch 20 Cent pro Liter Milch.", nicht "Oh, die schlecht wirtschaftenden Bauern, die produzieren so viel Milch mehr als der Markt braucht, dass sie das Zeug für 20 Cent verkaufen müssen, um es überhaupt noch los zu werden."
Alien011 ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 31.05.2016, 00:55   #1 (permalink)
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Alt 01.06.2016, 13:21   #2 (permalink)
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Weißt wohl schon das Aldi nicht der 1.Grund für den niedrigen Preis ist ?
Wichtige Märkte sind weggebrochen (Sanktionen Russland usw/China ist auch stark zurückgegangen)
Wollen wir die Höfe dichtmachen und später den Müll aus jwd trinken ?
Erst wurden die Bauern angehalten sich zu vergrößern und spezialisieren.
Am besten alle Kühe keulen und dann kurzfristig billiges Fleisch futtern ?
Später essen wir dann die auch aus jwd mit Genfutter und erheblich teurer, weil wir nichts selber
produzieren.Auch das ist dann Marktwirtschaft.
Nun sieht man, wenn man sich auf eine Sparte fast voll stützt und die Mischung
von früher fehlt.
Der Milchpreis ist ein Witz !
Keiner schreibt etwas wenn Cola(fast 1€ pro Liter Normalpreis) teurer als Milch ist.
Oder es werden sich die billigen Red Bull reingezogen.
Billig ,billig ,billig ,bis wir uns den Ast abgesägt haben, auf dem wir sitzen.
Kevin-Kettler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2016, 09:59   #3 (permalink)
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Das heißt also, dass du lieber den chinesischen und russischen Bauern mit in Europa massiv subventionierter Milch ihre eigenen Märkte kaputt machst. Kolonialpolitik at it's best.
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Alt 02.06.2016, 19:05   #4 (permalink)
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Wenn du etwas Hintergrundwissen über Milchimporte von China hättest, würdest du solch unpassenden Beitrag kaum schreiben.
Melamin-Skandal ist das Schlagwort.Auch Chinesen haben angst um ihre Kinder !
Ist mir aber zu öde weitere Beiträge bei solchen Antworten ohne passendes hg zu verfassen.
Für mich bedeutet es EOT.
Kevin-Kettler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.06.2016, 22:46   #5 (permalink)
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Nun ja, du solltest dich eventuell auch selber einmal genauer informieren, dann hättest du mitbekommen, das selbst 2014 Importe nach China und Russland nur 16% der EU-Exporte von Milchprodukten ausgemacht haben (also nichtmal der Gesamtproduktion, sondern nur der Gesamtexporte), das ist nicht viel. Und schon vor zwei Jahren, also noch während die Milchquote existiert hat, war klar, dass diese Märkte instabil und hart umkämpft sind. Schon mit der Milchquote waren die innereuropäischen Märkte gesättigt, und trotzdem haben die Bauern sehenden Auges mehr und mehr produziert. Die aktuelle Krise der Milchproduzenten ist also absolut hausgemacht.
http://www.fr-online.de/wirtschaft/m...,27250418.html
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Ungelesen 02.06.2016, 22:46   #1 (permalink)
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Alt 03.06.2016, 15:28   #6 (permalink)
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Zitat:
Zitat von Kevin-Kettler Beitrag anzeigen
Keiner schreibt etwas wenn Cola(fast 1€ pro Liter Normalpreis) teurer als Milch ist.
Niemand hat die Bauern gezwungen, sich zu vergrößern, ganz im Gegenteil. Und was das Beispiel mit Cola angeht (von der dich übrigens niemand zwingt, sie für einen Euro pro Liter zu kaufen): Das, was die Bauern in den letzten zwei Jahren gemacht haben, ist, als wäre Coca Cola hingegangen und hätte in den letzten zwei Jahren einfach mal ohne tatsächlichen Bedarf 20% mehr produziert, und dann, um das auch absetzen zu können, einfach den Preis von einem Euro pro Liter auf 60 Cent pro Liter gesenkt. Dann hätten sie gemerkt, dass sie dafür nicht wirtschaftlich produzieren können, aber anstatt die Produktion wieder auf den vorherigen Wert zu senken, als sie noch wirtschaftlich war, wären sie zum Staat gegangen, und hätten nicht um Subventionen gebeten, sondern sie gefordert und den Staat damit zu erpressen versucht, dass ja durch die geringere Produktion Arbeitsplätze wegfallen würden.

Wir hatten die selbe Situation schon einmal in den 70ern und bis zur Mitte der 80er-Jahre, als die deutsche Regierung Milchseen und Butterberge angesammelt hat, indem sie den Bauern einen Garantiepreis für ihre komplette überproduzierte Milch gegeben hat, statt damals schon eine Gesundschrumpfung des Markts zuzulassen.

Um nochmal auf deine "wichtigen Märkte in China und Russland" zurückzukommen (die Zahlen stammen aus dem Artikel, den ich oben verlinkt habe):
Export 2013: 120.000 Tonnen Milchprodukte, davon 16% nach Russland und China. Macht 19.200 Tonnen.
Produziert 2013: 30.000.000 Tonnen Milchprodukte.
Exportiert wurden also genau 4% der erzeugten Milchprodukte. Nach China und Russland gingen dabei gerade mal 0,63% der gesamten 2013 erzeugten Milchprodukte. Den "wichtigen Markt" kann man also fast vernachlässigen.
Außerdem wurden zu dem Zeitpunkt, als der Artikel erschien, für 2014 schon 5,3% mehr Milchprodukte erzeugt, als im Vorjahreszeitraum, das ist 1,3% mehr als das gesamte Exportvolumen.
Wie gesagt, sehenden Auges in die Katastrophe.

Geändert von Alien011 (03.06.2016 um 15:42 Uhr).
Alien011 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2016, 12:24   #7 (permalink)
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Subventionen bei einem Preisverfall sind fast immer rein verbranntes Geld. Letztlich hat man das ja bei der "Fleischproduktion", riesigen Back-Fabrik, etc. gesehen, dass die Massenproduktion langfristig für immer weiteren Preisverfall sorgt.

die Frage ist aber aber auch, ob es überhaupt immer Milch sein, was in Unmengen konsumiert wird. Nur weil wir es so gewohnt sind, muss es ja nicht der Weisheit letzter Schluss sein. Ich persönlich find's im Grunde genommen schon richtig pervers, z.B. dass man Kühe überzüchtet hat oder auch künstlich jährlich schwängert, damit sie kalben und dann überhaupt Milch geben. Die Kälber werden dann von den Mutterkühen getrennt, als ob Muttertier und das Jungtier kein Herz haben und eine Bindung. Der Werbeslogan "Milch von glücklichen Kühen" war ja gerade zu perfide.

Ich weiß schon, die Macht der Gewohnheit oder besser gesagt der Gewöhnung, wird wie so oft dafür sorgen, dass alle es hinnehmen bzw. wortwörtlich das weiterhin "schlucken", aber wie immer, nur weil "wir's immer schon so gemacht" kann ja kein letztendlich wertvolles Argument sein.
xiong ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.06.2016, 16:53   #8 (permalink)
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Na ja, wenn die Bauern nur die Menge produzieren würden, die auch tatsächlich konsumiert wird, hätten sie ja einen ordentlichen Preis, aber es wird ja immer mehr und mehr produziert.
Alien011 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.06.2016, 16:18   #9 (permalink)
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Ich bin auch gegen Hilfen jeglicher Art. Das Dilemma um die armen Milchbauern zieht sich schon seit den 80zigern. Generell höre ich Bauern aller Art nur Jammern. Die werden doch mit Subventionen nur so vollgesch.... In der freien Marktwirtschaft könnten die doch gar nicht existieren. Hab da absolut kein Verständnis für. Die einzigen die komischerweise nie jammern, sind die Biobauern. Auch die bekommen derzeit anständige Milchpreise.
flaver77 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.07.2016, 12:18   #10 (permalink)
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Ich denke, mit meinem nicht-mehr-milch-trinken-wollen/können , bin ich (und Millionen von Veganern,bzw. Tierprodukte minimierenden Menschen) einer der vielen kleinen Gründe die für den Rückgang des Konsums mitverantwortlich ist...hihi.
Aber im Ernst, der Mensch versteht langsam, das Kuhmilch, bzw, Tiermilch Gift für den menschlichen Körper/Geist ist. getreu dem Motto:
"Nicht Deine Mutter- Nicht Deine Milch!"
Dunja1975 ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 19.07.2016, 12:18   #1 (permalink)
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