Zitat:
Zitat von masls
.
.
.
@Lazarus, von Mord zu sprechen finde ich sehr vermessen. Im Moment würde ich es als tragisches Unglück bezeichnen. Die Athleten wissen worauf sie sich einlassen, es haben ja alle bestimmte Leistungen während der Saison bringen müssen um sich für die olympischen Spiele zu qualifizieren. Die Abfahrt war schon immer sehr riskant und wird es auch weiterhin sein. Aber über das Risiko wissen die Athleten Bescheid. Zu den vereisten Pisten: In den vereisten (nicht pures Eis, wie du versuchst zu impiizieren) Pisten können die Skier besser geführt werden als bei weichem Schnee, gerade in der Abfahrt. Dies ist auch von den Athleten so gewünscht.
.
.
|
hallo masls,
was ist vermessen? lt. Duden ist das tollkühn, also unangemessen wagemutig, überzogen oder so ähnlich. leider steht mir das Grimmsche Wörterbuch nicht zur verfügung. ich gebe zu, daß es etwas zu polemisch ist, wenn ich von mord rede. aber nur etwas.
wenn sich ein mensch auf einer rodelbahn, die verrückt gewordene funktionäre für eine geschwindigkeit von 140 km pro stunde auslegen ließen, das hirn einrennt, ist das auf jeden fall fahrlässige tötung. zum mord fehlt bei den tätern der vorsatz. daß die funktionäre ein schlechtes gewissen haben sieht man daran, daß nach dem unglück der start nach unten verlegt wurde.
den von dir vorgebrachten vorhalt, die sportler wollten es so, sie kennten das risiko, muß ich entschieden zurückweisen. viele dieser sogenannten sportler sind so ruhm- und geldgeil, daß sie ihr leben und ihre gesundheit bedenkenlos zu markte tragen. das kann nicht die richtschnur sein, nach der der staat mit steuergeld den sport fördert. jeder dieser sportler wird bekanntlich mit steuergeld erhalten.
an dieser stelle muß im interesse der gesellschaft ein korrektiv eingreifen, das man vielleicht am treffendsten mit vernunft und verantwortungsbewußsein umschrieben werden kann. gewisse sportler müssen vor ihrer eigenen dummheit geschützt werden.
aber unsere funktionärselite versagt auf ganzer breite. weit und breit kein verantwortlicher, der dafür einträte, daß z.b. die berüchtigte Streif entschärft würde. man sieht vielmehr funktionäre, die den sportlern gegen die angst - einer natürlichen schutzfunktion gegen die gefahr - spritzen geben lassen.
und dann die zuschauer: es ist bekannt, daß viele unter ihnen am sport kein interesse haben. sie schauen zu, weil sie spektakuläre stürze und blut sehen wollen.
Lazarus