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Pietekop 02.08.2009 16:59

Diebstahlsichere Briefkästen
 
Ich möchte wisse, ob der Vermieter dafür sorgen muß, daß Mieter Briefkästen haben, die vor Diebstahl schützen. Wie ich schon mal schrieb, wird bei mir und einigen Nachbarn die Post aus den Briefkästen gestohlen. Eine Unterschriftenliste ergab beim Vermieter nichts. Er meint, wir könnten stattdessen ja ein Postfach anmieten (auf eigene Kosten natürlich). Nun meine ich aber, daß es Sache des Vermieters ist, für sichere Briefkästen zu sorgen.

Kann mir jemand eine Seite nennen, wo ich etwas darüber finde? Meine Suche im Internet hat bisher nichts ergeben.

Lazarus 02.08.2009 19:11

hallo Pietekop,

ich bin der meinung, daß heutzutage zum normalen standard einer mietwohnung ein briefkasten gehört, der nicht durch den briefschlitz oder durch einen aufgebogenen verschluß entleert werden kann. eine briefkastenanlage eben, wie sie in jedem normalen mietshaus sich vorfindet.

wenn diesen briefkasten dein vermieter nicht zur verfügung stellt, wäre nach meiner meinung eine aufforderung angesagt, diesen briefkasten bereitzustellen, und anschließend, falls dies nicht geschieht, eine mietminderung vorzunehmen.

allerdings ist mir nicht bekannt, ob es speziell zu deinem problem rechtsprechung gibt, auf die du dich beziehen könntest. dazu könntest du dich von deinem örtlichen mieterverein beraten lassen. falls du nicht ohnehin dort schon mitglied bist, wäre sicher dein eintritt ratsam und, weil dein vermieter ein unmöglicher mensch ist, auch dringend angeraten. denn wer weiß, was er sonst noch mit seinen mietern zu machen gedenkt.

Lazarus

Pietekop 02.08.2009 19:40

Es ist ja nicht nur die Sache mit den Briefkästen. Auch Wassergeld wird nicht nach Personen abgerechnet, sondern nach Wohnungen. D.h., eine Familie mit Kind zahlt genauso so viel Wassergeld wie ich als Einzelperson.

Pietekop 03.08.2009 19:11

Kann mir denn keiner eine Seite nennen, in der das steht, was ich suche?

schotte_46476 03.08.2009 19:30

Du hast nur Anspruch auf einen abschließbaren Briefkasten.
Wasser muß Personenmäßig abgerechnet werden oder per QM-Zahl ,wenn keine Wasseruhr vorhanden ist.Nur Wohnung ist nicht Rechtens.


/ Bei den übrigen "kalten" Nebenkosten müssen die Wasserkosten ebenfalls verbrauchsabhängig abgerechnet werden, soweit Wasserzähler in den Wohnungen installiert sind. Ansonsten werden diese Kosten, wie auch die übrigen Nebenkostenarten, entweder nach "Kopfzahl" auf die Mieter im Haus verteilt oder nach der Wohnfläche. Werden die Kosten nach der Wohnfläche verteilt, ist die tatsächliche Wohnungsgröße entscheidend, nicht unbedingt die im Mietvertrag genannte Fläche. Für leerstehende Wohnungen zahlt der Vermieter. Rechnet der Vermieter nach der "bewohnten" oder "vermieteten Wohnfläche" ab, ist das fehlerhaft. Fehlt eine derartige Vereinbarung, muss im Zweifel nach der Wohnfläche abgerechnet werden.

/

Steht auch auf der Mieterbundseite so.Das war schon immer so .

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schotte_46476 03.08.2009 19:39

Zum Briefkasten


Briefkästen


(dmb) Mieter haben Anspruch auf einen Briefkasten. Nach Informationen des Deutschen Mieterbundes (DMB) umfasst der Begriff „vertragsgemäßer Zustand der Mietsachen“ auch, dass jedem Mieter ein eigener Briefkasten zur Verfügung steht, so dass sichergestellt ist, dass die Post den Mieter auch erreicht.

Die Briefkästen müssen funktionstüchtig sein. Das bedeutet, DIN-A4-Umschläge oder Zeitschriften müssen problemlos zugestellt werden können. Die Post muss vor Regen und Durchnässung geschützt sein. Soweit diese Vorgaben nicht eingehalten werden, kann der Mieter nach Ansicht des Landgerichts Berlin (29 S 20/90) bzw. des Amtsgerichts Mainz (8 C 98/96) sogar die Miete bis zu 1 Prozent kürzen.

Gegen mit Werbematerial voll gestopfte Briefkästen helfen Aufkleber oder ein Schild mit dem Hinweis „Keine Werbung einwerfen“. Wird dieses Verbot nicht beachtet, kann der Mieter gegen das werbende Unternehmen auf Unterlassung klagen. Dagegen darf der Vermieter nicht schon an der Haustür per Aushang die Zustellung von Werbung unterbinden. Auch der Empfang von Werbung gehört zunächst einmal zum „normalen“ Postempfang und damit zum vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung.
Gegen persönlich adressierte Werbesendungen kann der Mieter nichts unternehmen. Hier hilft kein Werbeverbot am Briefkasten. Die Post muss die Werbesendung zustellen.




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Lazarus 03.08.2009 23:38

Zitat:

Zitat von Pietekop (Beitrag 900899)
Kann mir denn keiner eine Seite nennen, in der das steht, was ich suche?

hallo Pietekop,

mir scheint, daß du dich etwas vor deinem vermieter fürchtest. dabei hat dir Strandkorb so schöne fundstellen aufgezeigt, auf denen der weg zu deinem recht vorgezeichnet ist. jetzt mußt du nur noch mitglied im mieterschutzverein werden, damit du der leistungen dieses vereins teilhaftig werden kannst. dann kannst du auch gegenüber dem vermieter mit nachdruck dein recht verlangen. trau dich!!!

Lazarus

Pietekop 04.08.2009 07:54

Ich fürchte mich nicht vor dem Vermieter. Ich habe nur keine Lust (und kein Geld), daß ich für mein Recht auch noch bezahlen soll.

Sterntaler 04.08.2009 08:30

Für dein Recht musst du nicht bezahlen, höchstens für Beistand, um zu deinem Recht zu kommen. Du kannst das durchaus auch allein angehen und für dein Recht kämpfen.

DanScisk 06.08.2009 04:44

erledigt


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