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Uralter Gemeindehase
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Hallo Leute,
ich bin auf folgenden Artikel im Netz gestoßen -
"Kinder in Not"
Ein dubioser Spendensammelverein sorgt seit Jahren für negative Schlagzeilen, doch die Machenschaften gehen unvermindert weiter.
Der umstrittene Verein "Kinder in Not" München präsentiert sich vor allem im Internet. Seit mindestens anderthalb Jahren wirbt er mit der Familie Sanchez aus Paraguay um Spenden. In der armseligen Bretterhütte fehle es an Möbeln und Trinkwasser, den Menschen die ärztliche Versorgung.
"FAKT" macht sich auf die Suche nach Familie Sanchez in Paraguay. Wir finden sie in dem Dorf Capitan Samudio und können uns ein Bild von der Hilfe machen. Im Internet bezeichnet "Kinder in Not" gerade die medizinische Betreuung der Familie als wichtiges Anliegen. Frau Sanchez hat grauen Star und steht kurz vor dem Erblinden. Wir fragen, ob sie oder ihre Familie seitdem behandelt wurde.
O-Ton: Frau Sanchez
"Nein, wir wurden nicht mehr operiert und gar nichts."
Allerdings ist der ebenfalls versprochene Trinkwasserbrunnen gegraben worden und auch die Hütte hat einen festen Anbau aus Ziegelsteinen bekommen. Vielleicht, so könnte man meinen, hat der Münchner Verein nicht genug Geld, um umfassend zu helfen. Doch uns vorliegenden Kontoauszügen zufolge hat der angebliche Kinderhilfsverein allein im Jahr 2002 1,7 Millionen Euro eingenommen.
Gleich neben Familie Sanchez liegt die prächtige Estanzia von Heidrun Schmidt, der Gründerin von "Kinder in Not" München. Hier ist alles vom Feinsten, zwei große Häuser jeweils mit Schwimmbad stehen auf 40 Hektar Grund. Doch in Deutschland ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Heidrun Schmidt und ihre Söhne wegen Untreue.
O-Ton: Anton Winkler, Oberstaatsanwalt München
"Die Staatsanwaltschaft München I führt Ermittelungen gegen ... und Heidrun Schmidt sowie gegen ... Es geht um Untreue im Zusammenhang mit der Führung von Vereinen, insbesondere derzeit Verein "Kinder in Not" sowie "Deutsche Gesellschaft für Tiere und Natur."
Heidrun Schmidt und ihre Söhne stecken hinter drei angeblich karitativen Vereinen ohne selbst Mitglieder zu sein: Und zwar hinter dem Verein "Kinder in Not" München genauso wie hinter der "Deutschen Gesellschaft für Tiere und Natur" in Hamburg und der "Organisation für Notleidende Kinder" in Wismar.
All diese unterschiedlichen Vereine haben eines gemeinsam: Das von mitfühlenden Menschen eingesammelte Geld scheint kaum dem Zweck zugute zu kommen, für den es gespendet worden ist.
O-Ton: Anton Winkler, Oberstaatsanwalt München
"Nach unserer bisherigen Erkenntnis ist so, dass für den Vereinszweck selbst etwa 10, maximal 15 Prozent der gesamten Vereinseinnahmen zur Verfügung stehen. Wir haben die Erkenntnisse aus den Buchhaltungsunterlagen für einige Jahre zwischenzeitlich und dort hat sich herausgestellt, dass der überwiegende Teil der Einnahmen weiter geht an Werbegesellschaften, hinter denen wiederum die betroffenen Personen stehen und vermutlich damit auch deren eigener privater Lebensunterhalt bestritten wird."
O-Ton: Burkhard Wilke, „Spenden-TÜV“
"Wenn der weit überwiegende Anteil der Gesamtausgaben für Werbung und Verwaltung verausgabt wird oder sogar 90 Prozent, dann halten wir das für Spendenbetrug."
Wie dreist dabei vorgegangen wird, zeigt wieder die Familie Sanchez in Paraguay. Zwei der Jungen hatten eine Missbildung an den Füßen, wie sie vor allem in Südamerika vorkommt. Der Fuß ist wie verkehrt herum an das Bein gewachsen und musste operiert werden.
O-Ton: Yoani Sanchez (Übersetzung)
"Vor der Operation war es sehr schlecht, ich musste mich schämen und war traurig. Heute muss ich mich nicht mehr schämen, ich fühle mich gut und bin glücklich."
Wir zeigen die Internetausdrucke von "Kinder in Not".
Frage: "Bist du das?"
Antwort: "Ja, das bin ich."
Im Internet behauptet "Kinder in Not" München die Operation für diesen Jungen und seinen kleinen Bruder bezahlt zu haben. Dabei stimmen weder Name des Arztes noch des Kindes. Und Vater Sanchez erzählt uns, wer die Operation wirklich bezahlt hat.
O-Ton: Jose´ Sanchez
"Die Operation hat mein Freund Peter Neumann machen lassen."
"FAKT" findet den Mann, der die 500,- Euro für die beiden Operationen bezahlt hat und seinerzeit Gast nebenan auf der Estanzia bei Heidrun Schmidt war.
O-Ton: Peter Neumann
"Die Kinder haben mir sehr leid getan. Wenn man die anderen Kinder sieht, die tag täglich Fußball spielen und diese Jungs stehen daneben und sehen zu, weil sie einfach nicht laufen können. Mir haben sie furchtbar Leid getan und mir hat es Freude gemacht, ihnen helfen zu können. Ich habe die Möglichkeiten, ich habe das Geld dazu und für uns sind 500 Euro im Grunde genommen kein großer Betrag und für die ist es ein Vermögen, dass die in ihrem ganzen Leben nicht sparen können und deswegen habe ich das gemacht."
Für den Verein "Kinder in Not" allerdings wäre der Betrag wohl aus der Portokasse zu begleichen gewesen. "FAKT" liegt jetzt eine interne Aufstellung der Einnahmen aller Vereine seit dem Jahr 2000 vor. Demzufolge sollen noch weit mehr als vermutet, nämlich satte 13 Mio. Euro eingesammelt worden sein. Dafür sollen im August dieses Jahres insgesamt etwa 34.000 Mitglieder eingezahlt haben.
Das Geld wurde überwiegend in die Schweiz an eine Firma überwiesen, deren alleinige Geschäftsführerin Heidrun Schmidt ist. Dort scheint es größtenteils in einem Sumpf dubioser Rechnungen und Verträge zu versickern.
O-Ton: Winkler
"Es besteht der Verdacht, dass aufgrund solcher Verträge Gelder in hohem Umfang aus dem Vereinsvermögen herausgezogen werden für Leistungen, die zum Teil nicht nachweisbar sind, für Leistungen, die nicht erbracht worden sind oder aber jedenfalls nicht in dieser Höhe bezahlt werden dürfen. Und es besteht eben der Verdacht, dass hierüber dann die Gelder für die private Lebensführung verwendet werden."
Da wäre z.B. der eine Schmidt-Sohn. Mit seinen Firmen kümmert er sich um die Drückerwerbung für die Vereine und lässt sich das gut honorieren. Dementsprechend aufwendig ist der Lebensstil der Familie Schmidt. Mindestens ein Bentley und ein Rolls Royce stehen im auch ansonsten üppigen Fuhrpark.
Heidrun Schmidt wurde Anfang dieses Jahres für einige Wochen in Untersuchungshaft genommen. Ein Interview zu Fragen der Vereine lehnt sie ab, da sie - wie sie ausrichten lässt - in die soziale Tätigkeit nicht eingebunden sei und ihr einer Sohn sei gerade krank.
Die Drückerwerbung geht aber trotz der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weiter. Für die beiden großen Vereine sollen in den ersten acht Monaten dieses Jahres jeweils mehr als 1.000 neue Fördermitglieder geworben worden sein.
Im DZI, dem so genannten "Spenden-TÜV" macht man sich Gedanken wie die Bürger vor solchem Spendenmissbrauch durch nichtgemeinnützige Vereine wie "Kinder in Not" München effektiv geschützt werden können.
O-Ton: Burkhard Wilke
"Nach meiner Auffassung müsste mit Maßnahmen des Ordnungs– und Sammlungsrechts der Staat den Bürgerinnen und Bürger dahingehend geben, dass eben nur wirklich gemeinnützige, also vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannte Organisationen wie gemeinnützige in der Öffentlichkeit in Fußgängerzonen, an Haustüren dürfen."
Zurück nach Paraguay. Hier braucht der kleine Jorge Sanchez eine zweite Operation, damit seine Fußstellung noch weiter korrigiert wird. "Kinder in Not" hat angekündigt sie zu bezahlen. Sie kostet nur soviel wie zwei, drei Tankfüllungen eines Rolls Royce.
Quelle: http://www.mdr.de/fakt/aktuell/2304148.html
Das sind leider nicht die einzigen. Letztes Jahr ist hier ein Ehepaar gelandet, was scheinbar genau auf die gleiche Masche reitet. Sie haben einen haufen Spendengelder im Gepäck gehabt. Haben dafür erst mal einen Pickup, ein Lokal und ein Grundstück gekauft.
Den Pickup haben sie noch (ist nur etwas lädiert durch einige Unfälle, die Reparaturkosten wurden natürlich auch mit Spendengeldern bezahlt), das Lokal haben sie runtergewirtschaftet und haben es gerade schließen müssen. Das Land ist auf ihren Privatnamen eingetragen, sie haben mit dem Bau eines Hauses begonnen, haben einen Brunnen bauen lassen (total überteuert) und nun fehlen ihnen einige tausend Euro um weiter zu bauen. Dafür betteln sie jetzt um Gelder in Deutschland und Freunde von Ihnen wollen einen Verein mit dem schönen Namen -
"Brücke zum Herzen
Dorfgemeinschaft Emboscada gem. e.V."
gründen. Sie betteln nicht nur in Deutschland um Geld, sondern senden auch Bettelmails an alle ihnen bekannten Europäer in Paraguay, in der Hoffnung einen dummen zu finden, der Ihnen 15.000 Euro bzw. 50.000 Dollar gibt. Nach Möglichkeit als Spende oder zinsloses Darlehen.
Emboscada ist von uns ca. 15 km entfernt. Bisher haben sie jeden Cent für ihr persönliches Leben ausgegeben. Sie sind selbsternannte Ernährungsberater, wenn ich behaupte sie sind fett ist das vielleicht eine Beleidigung, darum sage ich mal sie sind mehr als Vollschlank, vor allem die Dame des Hauses. Er schreibt irgendwelche obskuren Bücher und einige Infos findet man wenn man unter "Gunther Obel" im Netz sucht. Auch für dieses Bücher hat er schon viel Geld in Paraguay ausgegeben, für Druck und Layout. Da ein Buch total gegen die Kirche ist und hier nun mal der überwiegende Teil der Bevölkerung katholisch ist, soll es bereits zu Morddrohungen gekommen sein.
Der Verein soll scheinbar in Retzbach bzw. Zellingen gegründet werden, unter den von mir angegebenen Namen. Die Gründer des Vereins sind alte Freunde des Ehepaares Obel und sammeln immer noch fleißig Gelder für die beiden ein. Als Verwendungszweck soll auf der Einzahlung "Ilse und Gunther Obel" raufgeschrieben werden. Das heißt, die beiden haben in Paraguay keinen Verein gegründet und haben es auch nicht vor. Hier ist zwar vieles leichter als in Deutschland, aber bei Vereinen die von Ausländern gegründet werden prüft der Staat hier ganz schön und sie dürften die Kriterien nicht erfüllen. Dazu gehört nämlich als Treuhänder ein Notar und ein staatlich geprüfter Steuerberater.
Also Vorsicht wenn ihr von solch einem Verein zur Spende aufgefordert werdet.
Gruß
Crille
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