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Alt 06.02.2010, 10:01   #1 (permalink)
parl. Gemeinde-Sekretär(in)
 
Benutzerbild von masls
 
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Unser Gesundheitswesen

Kann unser Gesundheitswesen überhaupt nochmal so reformiert werden, dass es bezahlbar bleibt? Im Moment kommen bei vielen Kassen ja die Zusatzbeiträge zum Tragen. Nur was kommt eventuell danach, wenn den Kassen das Geld wieder nicht reicht?

Wo könnte man sparen, ohne an der Gesundheit selber zu sparen?

Es sind ja wahnsinnig viele Interessengruppen, die alle einen Einfluss auf die Ausgaben haben:

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Ich denke am ehesten könnte man den Medikamentenpreisen was machen sowie die Anzahl der Apotheken eindämmen. Zum anderen sollte man das Bewusstsein der Patienten auch stärken, dass man eventuell nicht wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennt oder manche Sachen doppelt und dreifach untersuchen lässt.

Die Kopfpauschale, die der Gesundheitsminister einführen will ist doch von vorne rein zum Scheitern verurteilt. Sie trifft vor allem die Leute, die eh wenig verdienen. Diejenigen, die gut verdienen freuen sich darüber. Das fällt doch dann aber auch mehr oder weniger wieder auf die Agentur für Arbeit zurück, denn diese bezahlen das ALG II. Diese müsste
ja dann auch die Kopfpauschale übernehmen.

Weitere Vorschläge?
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Ungelesen 06.02.2010, 10:01   #1 (permalink)
Mister Ad
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Alt 06.02.2010, 11:18   #2 (permalink)
Gemeinde-Igelchen
 
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Private Kassen und gesetzliche Kassen zusammen legen ?

Brauchen wir überhaubt so viele Krankenkassen ?

Muss der Apotheker 30% pro Medikament mitverdienen ?

Sparen kann man auch in der Verwaltung, denn in DE verwalten wir uns mitlerweile zu tode

Man könnte reichlich einsparen nur will das keiner da sonnst die obersten ja weniger verdienen würden.
wumpi ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2010, 18:28   #3 (permalink)
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Hallo,

das Problem liegt eher darin,dass zu viele Lobbygruppen zuviel Einfluss haben. Siehe die Pharmaindustrie. In keinen anderen EU-Land ausser in Deutschland kann die Pharmaindustrie ihre Preise selbst festlegen.Auch dürfen hier nicht Krankenkassen direkt über Rabatte mit der Pharmaindustrie verhandeln.

Nur mit der derzeitigen Regierung (in richtung freie demokraten schiel) wird wohl eher der Lobbyeinfluss vergrößert.Sieht man ja,der Chef der Privaten Krankenversicherer ist jetzt Vorsitzender der Reformkommission zur GKV und der eine Typ von irgendeinen med. Institut das die Wirksamkeit von Medikamenten untersucht wurde gleich entlassen weil zu kritisch mit der Pharmaindustrie.
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Alt 08.02.2010, 21:21   #4 (permalink)
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es stimmt, die gesetzlichen krankenkassen sind zu zahlreich. vor einiger zeit hatten wir um die 300 krankenkassen. deren zahl hat sich in der zwischenzeit zurückgebildet, weil praktisch jede woche krankenkassen fusionieren oder sonstwie verschwinden.

das ausscheiden von krankenkassen bedeutet allerdings nicht, daß die kosten zurückgehen. das personal wird übernommen, weil ja die versicherten weiter beackert werden müssen. die leitenden angestellten gehen mit schönen pensionen in den (den wohlverdienten, wie sie meinen) ruhestand, so daß erst der tod dieser verdienten leute und ihrer hinterbliebenen in einigen jahrzehnten eine entlastung für den versicherten bringen wird.

schon seit vielen jahren ist eine sogenannte positivliste im gespräch, in der die medikamente zusammengestellt sein sollen, die die krankenkassen bezahlen. diese liste wird aber seit langer zeit wirksam von der pharmaindustrie be- und verhindert.

gerade heute habe ich im radio (swr2) gehört, daß die erzeugnisse der pharmaindusrie erst in den vertrieb kommen dürfen und erst anschließend mit langem zeitlichen verzug der prüfung unterzogen werden, ob sie auch wirksam und nützlich sind. umgekehrt gehört das gemacht! an dieser stelle sei auch gleich noch angemerkt, daß erst kürzlich von unserer sauberen regierung (hilfe für die notleidende klientel der FDP!) eine institution zur überwachung der preisbildung in der pharmaindustrie dadurch lahmgelegt wurde, daß der anstellungsvertrag für ihren verdienten und bewährten leiter nicht verlängert wurde.

eine weitere stelle, an der der verschwendung einhalt geboten werden könnte, sind die kassenärztlichen vereinigungen (KV). sie gehören abgeschafft und das nützliche - weil sinnvoll arbeitende - personal gehört zu der einen gesetzlichen krankenkasse gegeben, die wir wirklich brauchen. die vorstände, von denen nicht wenige mehr als 200.000 € verdienen (bzw. bekommen), sind alle entbehrlich und gehören nachhause geschickt.

so könnte man weitermachen und noch mehr stellen im gesundheitswesen aufzeigen, an denen gespart werden könnte.

Lazarus
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Alt 08.02.2010, 22:15   #5 (permalink)
Uralter Gemeindehase
 
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Wenn sich die Besserverdienenden nicht aus der Solidargemeinschaft ausklinken würden, dann hätten wir keine Probleme mit den Krankenkassen. Die privaten Kassen zersäbeln auf Dauer das ganze System...
Nightfire ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2010, 08:43   #6 (permalink)
Uralter Gemeinde-Igel
 
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Zitat:
Zitat von Nightfire Beitrag anzeigen
Wenn sich die Besserverdienenden nicht aus der Solidargemeinschaft ausklinken würden, dann hätten wir keine Probleme mit den Krankenkassen. Die privaten Kassen zersäbeln auf Dauer das ganze System...
Könntest Du diese pauschale Aussage vielleicht etwas präzisieren bitte ?
raggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2010, 09:12   #7 (permalink)
Uralter Gemeinde-Igel
 
Benutzerbild von raggy
 
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Interessant in diesem Zusammenhang fand ich den Bericht gestern bei extra in RTL.
Wir Deutschen sind Weltmeister, was die Anzahl Arztbesuche im Jahr angeht - d.h. der Deutsche geht im Schnitt 18 mal im Jahr zum Arzt.
Gefördert wird dies u.a. auch dadurch, dass die gesetzlich Versicherten die Praxisgebühr von 10€/Quartal sozusagen als "Freifahrschein" sehen, und deshalb manche wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen.
raggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2010, 09:38   #8 (permalink)
Uralter Gemeindehase
 
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Zitat:
Zitat von raggy Beitrag anzeigen
Gefördert wird dies u.a. auch dadurch, dass die gesetzlich Versicherten die Praxisgebühr von 10€/Quartal sozusagen als "Freifahrschein" sehen, und deshalb manche wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt rennen.
Wie wäre es dann, wenn pro Arztbesuch Pi mal Daumen 100 Euro oder auch mehr fällig wären? Diejenigen, die genug Geld haben, können sich es leisten und der Rest... Schei.e, ein Begräbnis kostet ja auch eine Menge Geld...

Ich glaube nicht, daß die gezahlte Praxisgebühr einen Anreiz darstellt, dauernd zum Arzt zu rennen.

Im Gegenteil, es gibt genügend Leute, die "dank" Praxisgebühr auf den Arztbesuch verzichten und sich krank zur Arbeit, sofern sie noch einen Job haben, schleppen.
Flaps ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2010, 12:35   #9 (permalink)
Uralter Gemeinde-Igel
 
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Zitat:
Zitat von Flaps Beitrag anzeigen
Wie wäre es dann, wenn pro Arztbesuch Pi mal Daumen 100 Euro oder auch mehr fällig wären? Diejenigen, die genug Geld haben, können sich es leisten und der Rest... Schei.e, ein Begräbnis kostet ja auch eine Menge Geld...

Ich glaube nicht, daß die gezahlte Praxisgebühr einen Anreiz darstellt, dauernd zum Arzt zu rennen.

Im Gegenteil, es gibt genügend Leute, die "dank" Praxisgebühr auf den Arztbesuch verzichten und sich krank zur Arbeit, sofern sie noch einen Job haben, schleppen.
Ich hoffe mal, es ist nicht mein Post, dass Du mit dem Kopfklatsch kommentierst

Natürlich soll jeder zum Arzt gehen können, sofern er krank ist - dafür ist man ja krankenversichert.
Aber in dem Beitrag wurden Leute gezeigt, die ohne ersichtlichen Grund zum Arzt gingen - mal so aus Langeweile, um unter Leute zu kommen, mal ein Schätzchen zu halten oder um eine Krankmeldung zu bekommen. Das kann man sicher nicht befürworten - oder siehst Du das anders ?

Dass andere widerum die Praxisgebühr nicht zahlen können oder sich aus Angst um den Arbeitsplatz nicht krankschreiben lassen wollen, das steht auf einem ganz anderen Blatt.
raggy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.02.2010, 14:39   #10 (permalink)
Uralter Gemeindehase
 
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Zitat:
Zitat von raggy Beitrag anzeigen
Ich hoffe mal, es ist nicht mein Post, dass Du mit dem Kopfklatsch kommentierst
Nein, hier gibt es nur keinen Ironie-Smily.

Die Leute, die ohne ersichtlichen Grund zum Arzt gehen, machen das mit oder ohne Praxisgebühr. Wer das nur um unter die Leute zu kommen oder ein Sch(w)ätzchen zu halten macht, stört sich nicht an den 10 Euro pro Quartal. Nur: wie soll man das abstellen? Ohne Grund zum Arzt: KK zahlt nicht, Rechnung geht an den "Patienten" zum Zahlen. Wär das was? Wenn sich dann die Kasse nur nicht aus allem rausreden würde...
Flaps ist gerade online   Mit Zitat antworten
Ungelesen 09.02.2010, 14:39   #1 (permalink)
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