Zitat:
Erst war es die Glühbirne, jetzt sollen Duschköpfe und Wasserhähne dran glauben: Die Europäische Union plant neue Standards für viele Produkte im Haushalt - um so den Energieverbrauch der Bürger zu senken. Was Umweltschützer freut, halten Kritiker allerdings für den Beginn einer "Öko-Diktatur".
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Grünes Licht kam sowohl vom EU-Parlament als auch aus den Hauptstädten der 27 EU-Staaten. Daher darf die EU-Kommission seit kurzem auch Energiestandards für Produkte vorschlagen, die zwar selbst keinen Strom schlucken, aber den Energieverbrauch im Haushalt beeinflussen: Duschköpfe und Wasserhähne zählen dazu, Fenster und Türen, Wasch- und Putzmittel, aber auch Isoliermaterial für Gebäude. Je nach Eigenschaft eines Produkts muss es künftig bestimmte Umwelt-Kriterien erfüllen, will es künftig für den europäischen Markt zugelassen werden. Dabei will sich die Kommission den kompletten Lebenszyklus angucken: Von der Menge des Materials und möglichen Schadstoffen bei der Herstellung über den Einfluss auf den Stromverbrauch des Nutzers bis zum Entsorgen ausgemusterter Produkte.
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...674834,00.html
Das hört sich ja alles Gut und Recht an. Nur, denke ich, dass es da große Probleme beim Überprüfen der Produkte gibt. Hier wird das nächste bürokratische Monster aufgebaut.
Zum anderen werden die ökologisch korrekten Produkte wahrscheinlich teurer sein als die, die mehr Energie "fressen". Dann kann man hier auch wieder das Rechnen anfangen, ab wann es mir einen Nutzen abwirft.
Klar, es ist wichtig, dass wir auf die Umwelt achten. Aber man sollte immer schauen in welchem Verhältnis das steht. Es ist z.B. ökologisch gesehen der größte Witz sich ein neues, verbrauchsarmes Auto zu kaufen weil das 15 Jahre alte Auto mehr Benzin frisst. Solange das alte Auto fährt, sollte man das auch fahren. Was man an Energie und Ressourcen braucht um das neue Auto herzustellen, damit kann man mehrere Jahrzehnte lang noch guten Gewissens 10l auf hundert Kilometer mit dem alten Auto rausblasen. Die Autokonzerne (und zum Teil auch die Bundesregierung) wollen einem aber erzählen, dass dies nicht so ist.
In dem Artikel wird ja auch beschrieben, dass die Energieeffizienz theoretisch nach geographischen Gegegebenheiten bestimmt werden muss um für einen selber auch aussagekräftig zu sein. Bin mal gespannt, wie das hingebracht werden soll.