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Alt 19.09.2007, 21:45   #1 (permalink)
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Zitat:
"CSU-Rebellin" Gabriele Pauli will die Ehen künftig auf sieben Jahre befristen. Wenn "Ehen nach sieben Jahren auslaufen" würden, könnten sich die Partner ohne großen Scheidungsaufwand trennen, sagte die Kandidatin für den CSU-Vorsitz bei der Vorstellung ihres Programms in München. Die Partner könnten dann aber auch "aktiv Ja sagen zu einer Verlängerung". [....]
Quelle

Ist das ein sinnvoller Vorschlag oder nur wieder ein Versuch Paulis zu provozieren, um weiter im Gerede zu bleiben? Gerade von einem CSU-Mitglied hätte ich solch einen Vorschlag nicht erwartet. Stobier riet ihr in einer ersten Reaktion dann auch gleich, aus der Partei auszutreten, da solche Ansichten nicht mit der CSU vereinbar seien. Ausnahmsweise kann ich diese Reaktion sogar verstehen, obwohl ich sonst kein großer Stoiber-Fan bin. Er sagte weiter: Paulis Position sei bisher nicht einmal von den Grünen "oder bei exotischeren Parteien" vertreten worden.


Ich sehe die Ehe schon als einen besonderen Status an, der nicht einfach irgenwann ausläuft, sondern für den man sich bewusst entscheidet und bei dem man sich auch bewusst entscheiden muss, wenn man das Gefühl hat, dass es nicht mehr funktioniert und man das Ganze beenden möchte.
Sterntaler ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 19.09.2007, 21:45   #1 (permalink)
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Alt 19.09.2007, 22:02   #2 (permalink)
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Ich habe da eine noch einfachere und billigere Lösung: Erst gar nicht heiraten, dann hat man auch keinen Scheidungsaufwand

Im Ernst, über diesen Quatsch haben wir heute auf Arbeit auch schon diskutiert. Wobei, "diskutiert" kann man das nicht nennen, da waren sich ausnahmsweise alle einig.

Wäre ja auch zu schön gewesen, wäre das Sommerloch schon vorbei...
Jewel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2007, 22:58   #3 (permalink)
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Was sie damit bezwecken wollte, ist mir schleierhaft. Sympathisch war sie mir zwar noch nie, aber dass sie so unklug ist hätt ich dann doch nicht gedacht. Sowohl im Bezug auf die Idee selbst als auch auf die absehbaren Reaktionen.
Daniel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2007, 23:53   #4 (permalink)
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Halte diesen Vorschlag für nicht besonders sinnvoll.

Eine Ehe, sollte man fürs Leben schließen.
Ob sie auch ein Leben lang hält, ist eine andere Frage. Aber man sollte es sich wenigstens vornehmen.

Wusel
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Alt 20.09.2007, 07:54   #5 (permalink)
Gemeinde-Igelchen
 
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Zumindest sollte man mal über die Idee nachdenken. Nachdem wir hier in Deutschland eine ziemlich hohe Scheidungsrate haben, könnten sich die Scheidungswilligen wenigstens eine Menge Geld und Auseinadersetzungen sparen. Und es muss ja nach 7 Jahren nicht zu Ende sein - aber es könnte zumindest.

Pauli selbst benennt ganz klar, was ihr Vorstoss zu bedeuten hat, nämlich schlicht und einfach eine Provokation - und genau das ist es auch im streng katholischen Bayern. Eine Nestbeschmutzung für die CSU, was die Forderung nach einem Ausschluss aus der Partei schon auf den Plan ruft. Man kann in Bayern ganz ohne Programm für den Vorsitz der CSU kandidieren. Man kann Ministerpräsident sein, auch wenn man andere beleidigt. Ehebruch ist für die strengen Christlichen auch nicht wirklich ein Thema, aber hier wird man dann schon sehr moralisch.

Spannend ist, dass dieser absurde Vorschlag viele Diskussionen aus gelöst hat,

ABER DIE AUSSAGE VON JUNG ZUM ABSCHLUSS VON GEKAPERTEN FLUGZEUGEN

im Tagesgeschehen untergeht und wenige scheren sich drum.
herablau ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.2007, 10:34   #6 (permalink)
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Bisher habe ich Pauli durchaus geschätzt. Die Art und Weise wie sie sich gegen den großen, scheinbar übermächtigen Ede gestellt und dessen längst überfälligen Sturz eingeleitet hatte, war schon beeindruckend. Ich hatte ihr auch zugetraut mal einen kräftigen frischen Wind in die verkrusteten Strukturen der CSU zu bringen.

Über ihren neuesten Vorschlag kann ich jedoch nur den Kopf schütteln. Heiraten mit Verfallsdatum, sorry, selten habe ich so einen Schwachsinn gehört.

Dass sie damit ihre ohnehin minimalen Chancen auf den CSU-Vorsitz endgültig verspielt hat, sollte ihr eigentlich klar sein.

Warum macht sie dann so etwas?

Landrätin will sie nicht mehr sein und als Parteifunktionärin hat sie sich für´s Erste (und wahrscheinlich dauerhaft) disqualifiziert. Bleibt die Wirtschaft. Geht es nur darum ihren Bekanntheitsgrad zu steigern?
Auf die Titelseite der BILD hat sie es heute ja schon gebracht.
Josch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.2007, 11:49   #7 (permalink)
Uralter Gemeindehase
 
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Oh Klasse - das wird super. Dann müssen alle nach 10 Jahren einen Ehe-TÜV machen - so wie bei den Dinos. Das kostet dann 500 Öre und schafft jede Menge Arbeitsplätze. Leute, die es beim ersten Mal nicht schaffen, müssen einen Lehrgang mitmachen - das kostet dann noch mal.

LG Teleminchen
Teleminchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.2007, 11:57   #8 (permalink)
Gemeindehase
 
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Also ich muss sagen, so doof find ich den Vorschlag garnicht. Natürlich hat dieser "Vertragsabschluß" einen ziemlich faden Beigeschmack.
Aber vielleicht sollte man sich mal Gedanken machen, wie es ist, wenn die Ehe nicht mehr zu retten ist. Klar, dann eben Scheidung, werden jetzt einige sagen, aber leider ist die Gesetzlage in Deutschland immer noch so, dass beide Partner einverstanden sein müssen, sonst zieht sich das nochmal 2 Jahre hin.
Und heutzutage ist es kaum noch möglich eine Scheidung ohne enorme Kosten durchzuführen. Entweder man kennst sich vollkommen im Scheidungsrecht aus oder hat genug Geld für einen Anwalt aufm Konto. Und DAS ist auch nicht Sinn und Zweck einer Ehe.
Wenn die Ehe zerrüttet ist, kann auch die CDU nix dran ändern. Aber offenbar gehen die nach dem Motto: Lieber unglücklich verheiratet als glücklich geschieden.
UnknownObject ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.2007, 15:54   #9 (permalink)
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Wenn sich Eheleute bei einer Scheidung einig sind, geht das doch auch heute schon recht fix. Und bei Problemen, wegen Unterhalt oder gemeinsamen Eigentum, bringt auch die Auslaufehe nichts, da hinterher trotzdem noch alles geregelt werden muss.
Sterntaler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.09.2007, 20:07   #10 (permalink)
parl. Gemeinde-Sekretär(in) a.D.
 
Benutzerbild von frami
 
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Man sollte vielleicht lieber die Scheidungsgesetze ändern. Nur weil einer der Beiden mit einer Trennung nicht einverstanden ist, sollte sich das nicht noch so lange hinziehen.
Aber eine Ehe auf Zeit zu "verordnen" find ich daneben.
frami ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 20.09.2007, 20:07   #1 (permalink)
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